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Sinuslift Kostenübernahme durch GKV? Beitrag vom 17.04.2008, 12:10 Uhr
Hallo kann mir jemand sagen ob die Kosten für den sog. Sinuslift von der Krankenkasse getragen werden? Knoch ist soweit abgebaut, dass Prothese wahrscheinlich nicht hält
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Re: Sinuslift Kostenübernahme durch GKV? Beitrag vom 17.04.2008, 13:11 Uhr
Ein Sinuslift ist keine GKV Leistung.
Gruß Dr. Metelski
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Re: Sinuslift Kostenübernahme durch GKV? Beitrag vom 17.04.2008, 17:14 Uhr
von dodo
Gold Boarder
Hallo Monika, ja so ist das tatsächlich, alles was mit den Implantaten zu tun hat, angefangen von Knochenaufbau und Sinuslift, zahlt die gesetzl. Krankenkasse nicht. Die sagen, eine Vollprothese hält immer, und wenn Kleber Kleber Kleber. Übrigens später - beim Brücken/Prothesenaufbau - da zahlt die Kasse dann einen Festzuschuss - ich glaube 350 Euros - lachhaft bei fast 7.000 Euros.
Ich habe die gesamte Implantation aus eigener Tasche bezahlt!
Grüße dodo
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Re: Sinuslift Kostenübernahme durch GKV? Beitrag vom 21.04.2008, 10:33 Uhr
Danke für die Antwort. Nicht genug damit dass man die Prozedur auf sich nehmen muss, es gibt lt. 3 verschiedenen Ärzten keine Alternative! Dann wird man auch noch bettelarm. Frage mich warum man überhaupt noch KV-Beiträge bezahlt.
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Re: Sinuslift Kostenübernahme durch GKV? Beitrag vom 21.04.2008, 19:37 Uhr
Hallo Monika, da bist Du nicht die einzige, die sich das fragt. Wir kennen alle die Antwort, aber leider gehört das hier nicht hinein.
LG Renate
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Re: Sinuslift Kostenübernahme durch GKV? Beitrag vom 22.04.2008, 08:30 Uhr
Hallo Renate,
bei einer Summe von ca. 25-30.000 Euro mit der man dann im Regen steht und nicht weiß woher nehmen wenn nicht stehlen, da kann einem doch übel werden oder ? Von der Dauer der ganzen Behandlungen und den Schmerzen mal ganz abgesehen. Hoffe Du hast diesen Mist nicht auszustehen.
Grüße Monika
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Re: Sinuslift Kostenübernahme durch GKV? Beitrag vom 22.04.2008, 11:58 Uhr
Hallo Monika, Du hast natürlich vollkommen recht. Es ist so vieles ungerecht. Wäre es eine GKV-Leistung, dann wären die Kosten um ca. 2/3 geringer, denn so ist es jetzt ja eine Privatbehandlung. Andererseits hat ein ZA/Implantologe ja auch enorme Investitionskosten und da die KK schon die normalen Zahnerhaltungsbehandlungen nach meiner Meinung nicht ausreichend vergüten ist es immer wieder ein Teufelskreis. Denn nicht nur für Otto-Normal-Verbraucher explodieren die Kosten, auch für die Zahnärzte.
Seit dem Festzuschuss sind doch jetzt die meisten Leistungen wie Kronen, Brücken etc. auch Privatleistungen und die Kosten dadurch für den Kunden explodiert. Denke doch bitte mal an die vielen Diskussionen mit den med. Ärzten, die vielfach ihre Praxen nicht mehr halten können. Die schließen und bleiben dann auf einem Haufen Schulden sitzen. Ich gehöre nicht dieser „Fraktion“ an, aber auch als Normalbürgerin mache ich mir Gedanken, dass doch irgend etwas hier schon lange nicht mehr stimmt. Und das wird alles noch schlimmer. Trotzdem würde ich mal einen schriftlichen Antrag bei der KK stellen. In Ausnahmefällen werden immer wieder mal Kosten übernommen. Und das hier scheint mir doch ein enormer Ausnahmefall zu sein, erst recht, wenn Du noch berufstätig bist. LG Renate
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Re: Sinuslift Kostenübernahme durch GKV? Beitrag vom 22.04.2008, 15:29 Uhr
Neulich habe ich einen Spruch erdacht, zwar ein bißchen krass, aber dennoch viel Wahres dran: entweder Du gibtst Dein Geld aus, läßt Dir die Zähne richten, damit Du besser kauen kannst... kannst Dir danach aber nichts mehr zum Essen kaufen....
oder
Du behälst Dein Geld um Essen zu kaufen, kannst aber nicht mehr kauen, weil Dir die Zähne fehlen... ;-)
Liebe Grüsse vom mariechen
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Re: Sinuslift Kostenübernahme durch GKV? Beitrag vom 22.04.2008, 16:07 Uhr
Hallo Mariechen,
echt krass hat aber was. Auf jeden Fall jede Menge Wahrheitsgehalt.
LG Monika
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Re: Sinuslift Kostenübernahme durch GKV? Beitrag vom 22.04.2008, 17:35 Uhr
@Monika u. Mariechen Ihr habt natürlich Recht. Ich möchte auch gar nicht dafür sprechen, dass die Kosten so hoch sein müssen, bin schließlich selbst betroffen. Aber ich weiß nicht, ob man hier so alles schreiben darf. Deshalb hatte ich es mal etwas „umschrieben“.
Monika, reiche bitte wirklich einen schriftlichen Antrag bei der KK ein und teile ihr mit, dass Du 3 verschiedene ZA aufgesucht hast und die Diagnose übereinstimmend lautete, dass normale Prothetik nicht geht. Wenn sie dann darauf besteht, dass Du die Prothese bauen lassen musst, da sie sich an anderen Maßnahmen nicht beteiligt, bist Du schon mal halbwegs auf der sicheren Seite. Aber vielleicht schickt sie Dich vorher zu einem Gutachter. Und da man sich diesen im gewissen Rahmen aussuchen kann, würde ich mich an Deiner Stelle bei einer Uni-Klinik anmelden.
Auch wenn es keine GKV-Leistung ist, Ausnahmen werden immer wieder gemacht. LG Renate
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Re: Sinuslift Kostenübernahme durch GKV? Beitrag vom 22.04.2008, 19:53 Uhr
Hallo zusammen, das Dilemma mit der GKV wird solange bleiben bis irgendwann mal eine Regierung den MUM hat sich gegen die Lobbyisten der Pharmabranche und der anderen Interressenverbände zu stellen und das Gesundheitssystem reformiert. Ich hoffe wir werden das noch erleben. ARMES DEUTSCHLAND..........
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Re: Sinuslift Kostenübernahme durch GKV? Beitrag vom 22.04.2008, 22:11 Uhr
Hallo, gebe Oliver hier Recht. Gab heute abend im ZDF in einem Magazin ein interessantes Thema. Kann man sicher im Internet nochmals ansehen. Gruß Renate
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Re: Sinuslift Kostenübernahme durch GKV? Beitrag vom 23.04.2008, 08:43 Uhr
Hallo Renate, Mariechen und Oliver,
eine der drei Diagnosen hat die Uni Freiburg gestellt bzw. die anderen bestätigt. Wenn ich die finanziellen Probleme auf irgendeine Art bewältigt bekomme, werde ich die Op´s da machen lassen ist zwar sehr weit weg, aber das kann auch Vorteile haben. Die Sache mit dem Gutachter habe ich auch schon über legt werde sicher versuchen diesen Weg zu gehen. Lg Monika
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Re: Sinuslift Kostenübernahme durch GKV? Beitrag vom 23.04.2008, 17:10 Uhr
Hallo Monika, ja, warte nicht zu lange. Es geht ja nicht nur darum, dass Du wohl keine Prothese tragen kannst, was schon schlimm genug ist, sondern durch diese ganzen "Umstände" regelrecht krank werden kannst. Das ist nicht nur so dahergesagt. Haben es im Freundeskreis erlebt. LG Renate
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Re: Sinuslift Kostenübernahme durch GKV? Beitrag vom 24.04.2008, 09:19 Uhr
Hallo Renate, Du hast sowas von Recht mit dem krankwerden! Aber vor lauter Ratlosigkeit, Scham und Kummer. Lasse mich aber nicht unterkriegen ! Danke für Deine Anteilnahme werde Dich auf dem laufenden halten LG Monika
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Re: Sinuslift Kostenübernahme durch GKV? Beitrag vom 24.04.2008, 09:43 Uhr
von dodo
Gold Boarder
Hallo, natürlich muss ich mich an dieser heißen Diskussion auch beteiligen. Ich habe mich vor meiner Implantation auch riesig aufgeregt und geärgert über diese Kosten, die die Krankenkasse nicht übernimmt. Ich verstehe ja viel, aber eine Implantation ist ja keine Schönheitsoperation. Wenigsten eine Beteiigung wäre doch angemessen.
Ich habe wirklich alles versucht. Dazu kommt, dass ich es wahnsinnig ungerecht finde, wie in unserem Land auch diesbezüglich eine Zweiklassengesellschaft aufgebaut wird. Da ich im Öffentlichen Dienst arbeite - in Angestelltenverhältnis als Pflichtversicherte, denn man vedient hier kein Vermögen - habe ich es erlebt, wie es meinem beamteten Kollegen ergangen ist. Er hat seine Kostenvoranschläge bei der privaten KV eingereicht. Ja, es hat auch etwas gedauert, ging hin und her, musste Diagnose- und Röntgenberichte einreichen usw. Dennoch hat er mind. 2/3 bezahlt bekommen. Den anderen Teil übernimmt dann die Beihilfestelle. Auch die haben den größten Teil übernommen. Er hat also von einem Betrag von rund 10.000 Euros rund 3.000 Euros selbst bezahlt - und da jammert er noch rum - die setzt er nun aber noch an der Steuer ab. Ich habe dann als pflichtversicherte Angestellte die Beihilfestelle eingereicht. In Ausnahmefällen bekommt man von dort auch als Pflichtversicherte kleine Zuschüsse, gerade bei Kronen und Brücken. NEIN, in diesem Falle gibt es nichts - null und nichts - weil es ja keine Kassenleistung ist. Aber auf die Prothese, wo ich den Festzuschuss von der KV von 350 Euros kriege, da zahlen sie mir dann nochmals die hälfte von 350 Euros. Ist das ein Witz? Beamte sind doch die besseren Menschen, die dürfen in Zukunft mit Zähnen rumlaufen und die anderen Menschen mit Lücken und Prothesen.
Darüber habe ich mich sehr geärgert. Aber was solls, irgendwann habe ich gesagt, komm stecks weg, mach es, tu es, zahl es. Meine Perlenkette ist nun im Mund und nicht am Hals - Diamanten an den Fingern brauche ich auch nicht - und es war mir so wichtig, dass ich das gemacht habe. Ich habe eine kleine Altersvorsorge getroffen, die ist nun für die Zähne draufgegangen. Ich werde auch im Alter nicht verhungern, wenn nicht gehe ich in der Rente auch noch ein bissle arbeiten, das ist heute sowieso der Trend.
Aber ansonsten haben alle Schreiber hier recht, aber wie können es anscheinend nicht ändern, weil wir Deutsche so sind wie wir sind, geduldsam und brav, nur wie lange noch???
Viele Grüße von einer ansonsten sehr positiven dodo
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Re: Sinuslift Kostenübernahme durch GKV? Beitrag vom 24.04.2008, 15:37 Uhr
Hallo dodo, ich gebe Dir in fast allen Punkten recht. Aber das mit den Beamten kann ich so nicht stehen lassen. Es gibt ja Bundes- und Länderbeamte, Post- u. Bahn- und was weiß ich noch für Beamte. In meiner Familie gibt es einen Länderbeamten, und die haben eine sogenannte freie Heilfürsorge. Sie bekommen aber keinen Cent mehr oder bessere Versorgung als jeder pflichtversicherte Angestellte (auch öffentl. Dienst wie ich). Beihilfe gibt es bei L-Beamte hier nicht. Was in diesem Fall noch viel schlimmer ist, er kann sich nicht einmal privat zusatzversichern, also áuch keine Zahn-Zusatzversicherung, weil die "freie Heilfürsorge" als Privatversicherung gilt und man nur 1 x privat versichert sein darf. Seine Anwartschaftversicherung, wenn er einmal in Pension geht, läuft als Pflichtmitglied bei einer GKV, weil er dann als L-Beamter keinen Anspruch mehr auf "freie Heilfürsorge" hat. Ist vielleicht auch mal wichtig zu wissen, damit wir uns alle gegenseitig nichts neiden.
Unabhängig davon hast vollkommen recht mit der 2-Klassen-Medizin. Nicht nur, dass wir Pflichtversicherte wesentlich schlechter gestellt sind, als hätten wir uns von Anbeginn an privat versichern können, nein, wenn wir krank sind, finanzieren wir als Kranke dieses System. Als wenn Zähne und Augen (Brillen) nicht zum Körper gehören. Vor allem können von mir aus PKV-Versicherte gern höherwertigeres Material erhalten, wenn preiswerteres dieselben Ansprüche erfüllt, aber die Leistungen zwischen GKV + PKV müssen dieselben sein.
Deshalb nochmal auch an Monika, bitte stelle unbedingt den Antrag und begründe ihn. Wenn Du es Dir selbst schon einmal vorschreibst und in Dich gehst, wirst Du erstaunt feststellen, was sich für Erkrankungen zwischenzeitlich aufgebaut haben, die mit der Behebung Deiner Situation wieder verschwinden würden. Gute Ärzte/Psychologen können Dir bestimmt dabei helfen, sollte es noch notwendig sein. LG Renate
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