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THEMA: Re: Suprakonstruktion optimal?
 
Suprakonstruktion optimal?
Beitrag vom 27.03.2003, 17:43 Uhr

 
von Angela
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Geburtstag:
Liebe Zahnärzte,

ich habe ein Problem und wäre über Ihre Meinung darüber sehr dankbar.

Mein Fall:
In meinem Oberkiefer befinden sich drei eingeheilte Implantate (rechts 3-er, 4-er; links 4-er). Die restlichen 7 Zähne im Oberkiefer sind abgeschliffen und 4 davon sind wurzelbehandelt (wurde vor 8 Jahren gemacht).
Das halbe Jahr Einheilungszeit der 3 Implantate ist vorbei. Nun soll die Suprakonstruktion aus 7 Teleskopkronen und 3 verschraubten Implantaten bestehen. Die Teleskopkronen und die Suprakonstruktion sollen mit Silikon abgedichtet werden, damit dies fester Zahnersatz ist.
Mein Zahnarzt meint, nur so könne er an die wurzelbehandelten Zähne, wenn was ist. Ansonsten müsse er Kronen zerstören.
Ich bin beunruhigt darüber, da ich nicht weiß ob das das Optimale ist.
Ich befürchte, dass es sehr dicke Zähne werden und auch die Anpassung an den Zahnfleischrand nicht so gut wird.
Ist es besser, die Suprakonstruktion ohne Teleskope zu machen und sie fest aufzuzementieren?

Ich hoffe Sie können mir weiterhelfen.
Vielen Dank für Ihre Meinung,

Angela
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Re: Suprakonstruktion optimal?
Beitrag vom 28.03.2003, 15:53 Uhr

Eine herausnehmbare Arbeit so zu verändern, dass es ein feste Arbeit wird, halte ich nicht für eine geniale Lösung, Angela.

Ich verstehe auch ganz ehrlich nicht, wie Sie oder Ihr Zahnarzt das meinen. Das wird mit Sicherheit eine wenig hygienische Angelegenheit, die leicht zu riechen beginnen könnte, weil die beiden Teile des Telekops nie so absolut dicht schließen werden, dass nicht Bakterien eindringen.

Ästhetischer ist allemal die festsitzende Versorgung mit Metallkeramikkronen, insbesondere auch deshalb, weil die Suprakonstruktion bei der herausnehmbaren ja lediglich kunststoffverblendent wird. Wesentlich komfortabler ist die festsitzende Lösung sicher auch.

Wenn die wurzelbehandelten Zähne seit 8 Jahren reizlos im Kiefer sind und röntgenologisch unauffällig, dann wäre es schon extremes Pech, wenn sie jetzt plötzlich Probleme machen würden. Zerstören muss man eine Krone ja auch nicht, wenn man die eine oder andere Wurzelfüllung einmal revidieren muss, sondern lediglich ein kleines Loch hinten oder auf der Kaufläche rein machen, dass man wieder dicht verschließen kann. Bei einer Wurzelspitzenresektion passiert der Krone auch nichts.

Vielleicht findet Ja Ihr Zahnarzt eine Möglichkeit, die Zähne so geschickt in Gruppen zusammenzufassen, dass nicht gleich die ganze Arbeit kaputt ist, wenn ein zahn verloren gehen sollte. Wurzelgefüllte Zähne miteinander oder mit ihren Nachbarn zu verblocken, ums sie zu stabilisieren, macht es Sinn, weil sie im Allgemeinen leichter abbrechen als normale Zähne, weil sehr viel mehr Substanz fehlt.

Darüber hinaus ist es im Extremfall, wenn ein solcher Zahn dann doch einmal extrahiert werden muß, möglich, ihn aus der Verblockung herauszutrennen und ihn durch ein Implantat zu ersetzen.

Dies natürlich alles unter dem Vorbehalt, dass die verbleibene Substanz der Pfeiler eine festsitzende Lösung erlaubt und nicht per se eine herausnehmbare Lösung zu bevorzugen ist. In diesem Fall, würde ich sie aber auch wirklich herausnehmbar gestalten, um sie täglich sorgfältig reinigen zu können (teleskopierende Brücke).

Viel Glück

Osswald
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