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Sanfte Implatologie Beitrag vom 04.12.2007, 13:19 Uhr
Hallo Zusammen, war heute auch beim Fachmann in Köln. Ich habe auf beiden Seiten eine Freiendsituation.Er hat mir nun die Sanfte Methode vorgeschlagen und erklärt. Dabei wird das zahnfleich nicht aufgemacht und es wird auch nicht mit dem normalen Bohrer gebohrt.Durch ein CT wird der Nerv genau bestimmt und die Implatate werden an den Nerv vorbei gelegt. Dadurch können die Implatate viel tiefer in den knochen Implatiert wrden. Dadurch ist nur ein Implatat für jede Seite fällig mit einer Brückenkonstruktion nach vorne. Dies wird auch sofort erst als provisorium später als Keramikbrücke sofort angebracht. Mann kommt ohne Zähne an und geht nach der OP mit Zähne wieder nach hause. Schellung quasi nicht vorhanden da der Knochen voher nicht erst freigelegt werden muss. Die möglichkeit den nerv zu treffen ist quasi 0. Hat einer dieses Verfahren schon einer von euch durchgeführt. Bin von der Sache eigentlich begeistert.
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Re: Sanfte Implatologie Beitrag vom 04.12.2007, 15:32 Uhr
Eine Implantation, "ohne dass das Zahnfleisch geöffnet wird", gibt es nicht! Kein Implantatsystem der Welt kann ohne Skalpell oder skalpellähnlicher Stanze eingebracht werden.
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Re: Sanfte Implatologie Beitrag vom 05.12.2007, 09:11 Uhr
Ok,du hast natürlich recht. Aber es wird nur eine kleine öffnug an der zu bohrenden Stelle gemacht. ralf
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Re: Sanfte Implatologie Beitrag vom 06.12.2007, 12:37 Uhr
Hallo, 3D-Diagnostik, Computer-(Schablonen)-gesteuerte Implantation, Sofortversorgung sind die hipsten Methoden in der Implantologie. Mit den Mehrkosten und dem frühen Komfort ist allerdings auch ein erhöhtes Risiko verbunden (siehe ->Sofortbelastung/Lexikon). Eine Garantie, dass an einem Nerv sicher verletzungsfrei vorbei gebohrt werden kann, gibt es imho nicht. Gruß B. Zahedi
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Re: Sanfte Implatologie Beitrag vom 06.12.2007, 13:11 Uhr
hallo,danke für die Antwort. Mein zahnarzt hat mir erklärt es wird ein Ultraschallbohrer verwendet, der nur Knochenmaterial zerstört,weichmaterial wird dabei nicht zerstört wie z.b Nerven oder Aterien. Er hat mir erkärt, doppelte sicherheit bezüglich Nervverletzung durch CT, Schablone sowie Ultraschall Bohrer. In seiner Vergangenheit wurde dabei noch nie ein Nerv verletzt.MFg ralf
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Re: Sanfte Implatologie Beitrag vom 06.12.2007, 14:07 Uhr
ja, ich glaube auch, dass man mit der geeigneten Technik und Erfahrung eine sehr hohe Sicherheit erzielen kann. Nur Garantien gibt es in der Medizin natürlich nicht. Meines Wissens gibt es übrigens noch keine exakt implantatkongruente "Bohrung" mittels Ultraschall. Gruß B. Zahedi
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Re: Sanfte Implatologie Beitrag vom 18.10.2008, 15:03 Uhr
Hallo Ralf, war auch bei diesem Fachmann in Köln. Hast du mittlerweile deine Implantate erhalten? Ich bin noch unsicher, ob ich es da machen lassen soll, würde gerne mit jemanden sprechen, der dort war und vielleicht auch Fotos sehen.
Ist jemand hier, der über diese Erfahrung verfügt? Viele Grüße Trixi
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Re: Sanfte Implatologie Beitrag vom 02.11.2008, 14:12 Uhr
Ja-Ralf! Bitte berichten. Hört sich sehr nach Anfangsbegeisterung für neueste technische Errungenschaften an - muss nicht auf Erfahrung schließen lassen (eher auf Üben). Trixi hätte dann den Vorteil, dass dann schon mehrere Monate geübt wurde und an ihr ein bisschen mehr Erfahrung zum Einsatz kommt....muss schon sehr schmunzeln und bin neugierig auf Erfahrungsberichte. Grüße knolle
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Re: Sanfte Implatologie Beitrag vom 08.01.2011, 18:18 Uhr
Stanzer schrieb: Eine Implantation, "ohne dass das Zahnfleisch geöffnet wird", gibt es nicht! Kein Implantatsystem der Welt kann ohne Skalpell oder skalpellähnlicher Stanze eingebracht werden.
Da liegst du voellig falsch...noch niemals von flapless Implantologie gehoert? Ich verwende das KOS Implantat system mit grossem Erfolg bei richtiger Indikation un d Plannung
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Re:Sanfte Implatologie Beitrag vom 08.01.2011, 19:19 Uhr
Hallo Razvan
tja "sanfte Methode am Nerv vorbei"... Also werden Implantate im UK Seitenzahnbereich implantiert. Da die Knochenhöhe regulär nicht ausreicht versucht man nun am Nerven vorbei zu implantieren um auf eine ausreichende Implantatlänge zu kommen.
Meine ganz persönliche Meinung dazu: Man kann mit sog. Bohrschablonen eine Vereinfachung, eine Beschleunigung der OP und die Wundflächen erheblich verkleinern. Bei Idealfällen ist das eine schöne Sache für beide Parteien. Das ist Fakt und funktioniert zuverlässig.
Ist die Knochenhöhe jedoch zu gering ergeben sich jedoch andere Probleme: 1. Am Nerven vorbei bedeutet ein nicht kalkulierbares Risiko für die Sensibilität des Nerven!! Die Genauigkeit der Bohrschablone ist nur so genau wie die (hoffentlich unverwackelte) Aufnahme... 2. Die Implantate sitzen viel zu tief. Die Zahnkronen werden extrem lang, es entsteht ein ungünstiges Implantat/Kronenverhältnis. 3.Die Hygienefähigkeit am neuen Zahnersatz leidet erheblich.
Mir ist klar, das ein Patient lieber die "sanfte" Methode möchte. Aber was, wenn nur der Name sanft ist.
Paraneural gesetzte Implantate entsprechen nicht dem aktuellen Stand der Wissenschaft und sind experimentell. Immer zuerst absoluten Knochenaufbau machen, dann erst implantieren.
Ich möchte Sie hier nicht im Forum erleben, wenn Sie Probleme mit Nervausfällen haben.
Gruss Thilo Fechtig
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Re:Sanfte Implatologie Beitrag vom 10.01.2011, 11:34 Uhr
Herr Dr. Fechtig, ich stimme Ihren Ausführungen zu.Man sollte bei dieser 'sanften Methode' sehr skeptisch sein.Ich bekam danach ebenfalls 6 Implantate im OK (Front)gesetzt, obwohl nur ein hauchdünner Streifen Knochen vorhanden war. Man setzte einfach wechselseitig kurze bzw. lange Implantate. Fazit:es floß kein _Blut, dafür wurde mir jedoch der Kieferknochen durchbohrt, 1 Implantat musste entfernt werden und ich bekam Implantate dort gsesetzt, wo vorher niemals ein Zahn war. Die Weiterbehandlung bei einem anderen ZA wurde daduch erheblich erschwert, weil man auf dieser Basis mit beidseitigem Freiendsockel mit wenig Knochen nur Schwierigkeiten vorfindet. Der erste Behandler schwört auf 'die von ihm angeblich erfundene' Methode und meint, sie sei nur etwas für fortschrittliche und moderne Patienten!!! Der praktiziert übrigens nicht in Köln.
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Re:Sanfte Implatologie Beitrag vom 10.01.2011, 19:03 Uhr
Dr.Thilo Fechtig schrieb: Hallo Razvan
tja "sanfte Methode am Nerv vorbei"... Also werden Implantate im UK Seitenzahnbereich implantiert. Da die Knochenhöhe regulär nicht ausreicht versucht man nun am Nerven vorbei zu implantieren um auf eine ausreichende Implantatlänge zu kommen.
Meine ganz persönliche Meinung dazu: Man kann mit sog. Bohrschablonen eine Vereinfachung, eine Beschleunigung der OP und die Wundflächen erheblich verkleinern. Bei Idealfällen ist das eine schöne Sache für beide Parteien. Das ist Fakt und funktioniert zuverlässig.
Ist die Knochenhöhe jedoch zu gering ergeben sich jedoch andere Probleme: 1. Am Nerven vorbei bedeutet ein nicht kalkulierbares Risiko für die Sensibilität des Nerven!! Die Genauigkeit der Bohrschablone ist nur so genau wie die (hoffentlich unverwackelte) Aufnahme... 2. Die Implantate sitzen viel zu tief. Die Zahnkronen werden extrem lang, es entsteht ein ungünstiges Implantat/Kronenverhältnis. 3.Die Hygienefähigkeit am neuen Zahnersatz leidet erheblich.
Mir ist klar, das ein Patient lieber die "sanfte" Methode möchte. Aber was, wenn nur der Name sanft ist.
Paraneural gesetzte Implantate entsprechen nicht dem aktuellen Stand der Wissenschaft und sind experimentell. Immer zuerst absoluten Knochenaufbau machen, dann erst implantieren.
Ich möchte Sie hier nicht im Forum erleben, wenn Sie Probleme mit Nervausfällen haben.
Gruss Thilo Fechtig[/quote
Seht geehrter Herr Doktor Fechtig,
Ich habe mich gar nicht zum Thema 'am Nerven vorbei" geaussert, sonderm zum Thema "flapless" , dh ohne Lappenbildung, entweder transgingival oder mithilfe einer Schleimhautstanze. Ansonsten stimme ich Ihnen bezueglich Bohrschablone und Ihrer anderen Ausfuehrungen voellig zu. Ich muss noch hinzufuegen , dass ich das Flapless-verfahren selbstverstaendlich ausschliesslich bei sofortbelastbaren Einstueckimplantaten (one stage surgery)anwende.
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