Hallo, ich habe letztes Jahr ein Implantat machen lassen, welches gut eingeheilt ist. Jetzt sollte die Zahnkrone angefertigt werden. Bei der Untersuchung stellte sich aber heraus, dass das Implantat zu schief eingebracht wurde und das kein e Versorgung vorgenommen werden kann. War deshalb nochmal beim OP-Team und die haben beschlossen, das Implantat in einem Eingriff zu entfernen und gleich wieder richtig platziert einzusetzen. Spricht da irgendetwas dagegegen? Ich kann mir vorstellen, dass es bei immer mehr Verlust von Knochenmaterial auch passieren kann, dass das Implantat nicht hält. Hat da jemand von euch Erfahrungen? DANKE!
Re: Reimplantat - raus und rein in einer Sitzung Beitrag vom 11.02.2008, 21:36 Uhr
Muß schon extrem schief sitzen. je nach Implantattyp und Herstellerfirma des Implantates gibt es unterschiedlich stark abgewinkelte Abutements. Bei Implantaten der Firma Camlog gibt es Abutements mit Einer Achsneigung von max. 20 Grad. das heist wurde das Implantat um einen Winkel von 20 grad zu schräg gesetzt egal in welcher Richtung kann man über diesen Pfosten eine gerade Einschubrichtung erzielen. Sollte dies nicht ganz ausreichen kann der Zahntechniker noch Zusätzlich den Pfosten abschleifen. Bei Ankylosimplantaten Firma Dentsply gibt es sogar Abutements mit einem Winkel von 37,5 Grad. So falsch kann man ein Implantat kaum setzen. Das größte Problem dürfte dann evtl. die Implantatabformung sein. Lässt sich evtl. aber auch umgehen wenn der Zahnarzt das Abutement ins Implantat einschraubt und dann im Mund wie einen Zahn beschleift und abformt. Techniker macht dann seine krone eben auf einem Gipsmodell. Ein Implant zu entfernen wenn es sauber und gut im Knochen eingeheilt ist ist auf jeden Fall eine extrem undankbare Sache. habe selber Gott sei Dank erst einmal ein Implantat eines Kollegen entfernen müssen weil von 14 mm Schraubenlänge nur noch ca 6 mm im Knochen steckten. Implantat im Knochen umfräßen bis ans Ende des Implantates. Das bedeutete trotz umsichtigen vorgehens ca 1 mm knochenverlust in der Breite um das Implantat. Zeitaufwand eine stunde Fazit heute. Ich und mein Patient wären besser gefahren wenn wir das Implantat belassen hätten.
Re: Reimplantat - raus und rein in einer Sitzung Beitrag vom 12.02.2008, 08:54 Uhr
Hallo, danke für den Hinweis... aber die Abutementslösung wurde bei mir verworfen, da sich nicht genügend Zahnfleisch um den unteren Implantatteil (Implantat sitzt im Oberkiefer) gebildet hat und das Abutement da irgendwie immer durchscheinen würde. Das Implantat sitzt für meine Begriffe schon recht schief, man sieht die Implantatabdeckung (die übrigens sehr schön lila ist) am oberen rechten Außenrand der Zahnreihe ;-). Komisch ist nur dass bei der Nachuntersuchung keiner auf die Idee gekommen ist, dass das Implantat nicht richtig sitzt... und irgendwie durch meine Interimsprothese und andere widrige Umstände kann sich das Implantat doch nicht verschieben, oder? Na ich werde auf alle Fälle nochmal um eine Beratung beten. Vielleicht gibts noch eine schmerzfreiere Lösung als das komplette Umsetzen.
Re: Reimplantat - raus und rein in einer Sitzung Beitrag vom 14.02.2008, 23:53 Uhr
also das ist im Seitenbereich, der 1.4 wenn ich mich recht erinnere... na auf alle Fälle gehe ich am Montag nochmal in die Uniklinik und lasse mich vom behandelnden Arzt noch mal ausführlich aufklären...
qualifizierte Spezialisten, mit implantate.com-Gewährleistung und -Preisgarantie in Ihrer Nähe (Deutschland, Österreich, Schweiz).
Wußten Sie schon, dass...
man beim Fehlen der hinteren Zähne einer Zahnreihe von einer Freiend-Situation spricht? Da nach hinten hin keine eigene Zähne vorhanden sind, ist auch ein fester Zahnersatz durch eine Brücke nicht mehr möglich. Hier besteht allerdings durch den Einsatz von Implantaten die Möglichkeit, eine herausnehmbare Prothese zu vermeiden und auf festen Zähnen zu beissen. Mehr im Kapitel Zahnersatz-Alternatven.