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Periimplantitis nach Einsetzen der Krone - Chance auf Heilung? Beitrag vom 23.10.2012, 17:46 Uhr
Bei mir wurde vor 14 Tagen die endgültige Krone auf mein Implantat gesetzt (Zirkon-Abuttment und Keramikkrone aufzementiert, sofern ich mich richtig erinnere). Alles verlief problemlos, wie auch schon das Einsetzen der Schraube und des Gingivaformers, das eine oralchirurgische Spezialpraxis besorgte, während die Krone meine normale Zahnärztin machte. Risikofaktoren gibt es keine, ich bin Mitte 30 und Nichtraucher.
9 Tage nach dem Einsetzen der Krone fand eine PZR statt, 2 Tage nach der PZR und damit 2 Wochen nach dem Einsetzen der Krone spürte ich dann eine Blutblase außen am Zahnfleisch am Implantat. Die Röntgenaufnahme zeigte eine Periimplantitis, die jetzt erstmal lokal behandelt wird (gereinigt, Gel eingesetzt usw.).
1. Wie kann sowas passieren? Hat die ZÄin beim Einsetzen der Krone geschlampt? Oder ist sowas wie Lotto? 2. Wenn man sich zum Thema beliest, wird's einem Angst und Bange. Wie geht es jetzt weiter? Ist mein Implantat noch zu retten? Wie stehen die Chancen, daß die Sache erfolgreich ausgeheilt wird? Und wird der geschwundene Knochen nach erfolgreicher Bekämpfung der Bakterien vom Körper ersetzt?
Ehrlich gesagt bin ich momentan sehr verunsichert und habe große Angst, das Implantat zu verlieren (und vor den zu erwartenden Prozeduren natürlich auch...).
Herzlichen Dank für alle Antworten, Lipska
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Re:Periimplantitis nach Einsetzen der Krone - Chance auf Heilung? Beitrag vom 25.10.2012, 14:20 Uhr
Guten Tag, zunächst müsste die Ursache für die Entzündung überprüft werden. Es ist nicht typisch, dass Abutment und Krone dafür Auslöser sind. Ein so frühe Periimplantitis ist zwar kein gutes Zeichen, aber wenn es sich um eine akute Ursache handelt, und diese behoben werden kann, dann kann die Prognose doch gut sein. mfg Wolff
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Re:Periimplantitis nach Einsetzen der Krone - Chance auf Heilung? Beitrag vom 25.10.2012, 15:02 Uhr
Danke für den Beitrag, der sich als sehr zutreffend erwiesen hat.
Denn, Nachtrag: Nachdem wenig später auch noch das Implantat sich locker anfühlte, habe ich mich notfallmäßig in der oralchirurgischen Praxis vorgestellt, die das Implantat gesetzt hat. Bei der Diagnose Periimplantitis und gelockertes Implantat ging ich schon vom Schlimmsten aus - kein gutes Gefühl. Als Patient ist man da der Verzweiflung nahe: Jetzt endlich die Krone drauf, und dann scheint es, daß das Implantat wieder explantiert werden muß, weil es sich entzündet und gelockert hat.
Es stellte sich jedoch in der Oralchirurgie beim erneuten Röntgen heraus, daß die Periimplantitis eine Fehldiagnose meiner normalen ZÄin war, die ein zu kleines Röntgenbild fehlinterpretiert hat. Es besteht lediglich eine Entzündung des Zahnfleischs durch eingedrungene Partikel der Zahnreinigung. Wacklig ist allerdings die Krone, die offenbar nicht genau zur Schraube paßt und ausgetauscht werden muß.
Das ist nun auch nicht eben toll, aber doch sehr viel besser als ein Totalverlust.
Der Oralchirurg meinte im übrigen auch, daß eine Periimplantitis so bald nach einer perfekt verlaufenen Einheilung eigentlich ausgeschlossen ist. Zudem hätte ich dann sehr starke Schmerzen gehabt, was nicht der Fall war.
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Re:Periimplantitis nach Einsetzen der Krone - Chance auf Heilung? Beitrag vom 25.10.2012, 19:46 Uhr
Hallo Lipska, dazu kann ich folgendes anmerken: Mein Zahnarzt sagte mir, dass das Zahnfleisch bei Implantaten nicht mit diesen verwächst, sondern sich nur anlegt, und infolgedessen sollte man laut ihm bei einer Zahnreinigung seeeehhhr vorsichtig sein mit diesem "Sandstrahler", am besten das Zahnfleisch um das Implantat überhaupt nicht damit tangieren, eben wegen der Gefahr, dass man das Zahnfleisch "abschlägt" und eine Entzündung provoziert. Ich kann gar nicht verstehen, dass das ihr Zahnarzt macht, vor allem, bei einem ganz frisch versorgten Implantat mit einer Krone. Ich könnte mir also vorstellen, dass das bei Ihnen auch die Ursache war. Also: In Zukunft aufpassen mit Zahnreinigung, Sandstrahler und Implantat... Gruß Tonja
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