ich trage schon eine implantatgetragene Brücke im rechten Backenzahnbereich (5-7). Nun musste auf der anderen Seite der 46er wurzelbehandelt werden. Leider beruhigt sich der Zahn auch nach nun 2 Monaten nicht. Die Wurzel ist bereits gefüllt (bei der Wurzelkanalbehandlung ist eine Feile an einer ungünstigen Stelle des Kanales abgebrochen, so dass eine Resektion schlecht möglich ist). Kurzum – es steht wohl eine Extraktion bevor. Nun stellt sich mir die Frage wie ich die Lücke versorgen soll. Meine Erfahrung mit der Implantatbrücke ist nicht gerade die beste, so dass ich hinsichtlich dessen einige Vorbehalte hege, es erneut mit einem Implantat zu versuchen. Andererseits gefällt mir die Vorstellung zwei gesunde Zähne für eine Brückenverankerung zu beschleifen auch nicht gerade gut. Nun wollte ich mal wissen, was Sie als Experten davon halten, die Lücke einfach so zu belassen? Wie hoch ist das Risiko einer Elongation des Antagonisten und der Kippung der Nachbarzähne 5 und 7?
Vielen Dank für Ihre Hilfe.
Gruß Melanie
Re: Lücke oder nicht? Beitrag vom 08.01.2008, 17:24 Uhr
Ich habe im Forum schon öfters darüber berichtet,dass die These der Kippung von Zähnen oder Elongation der Antagonisten ein Dogma ist und wissenschaftlich bisher nicht bewiesen ist.Also,warten Sie nach Extraktion des Zahnes ab und lassen den Zustand regelmäßig kontrollieren.Sollte eine Veränderung auftreten,können Sie sich immer noch für eine Lösung entscheiden.Ich persönlich würde mir auch keine gesunden Zähne beschleifen lassen.Für einen Zahn muss aber auch nur eine Krone angefertigt werden.Bedenken sollten Sie allerdings, dass der Knochenabbau ohne Implantat schneller stattfindet.Diese Entscheidung muss aber auch altersabhängig gefällt werden.
Gruß Dr. Metelski
Re: Lücke oder nicht? Beitrag vom 08.01.2008, 22:22 Uhr
Erkundige Dich mal bei einem Spezialisten für Endo ob man die Feile nicht doch entfernen kann. Klappt unter einem OP-Mikroskop erstaunlich gut und häufig. Zahn 46 hat im übrigen mind. 2 Wurzeln. Alternativ zur Extraktion des Zahnes kann man aus einem Zahn auch zwei machen indem man die beiden Wurzeln durchtrennt. Die Wurzel mit dem frakturierten Instrument entfernt man dann. Prognose lt. Statistik für die belassene Wurzel etwa 8 Jahre. Kann aber auch deutlich länger halten. Noch etwas zur ungünstigen Stelle. Ist das Instrument im unteren Bereich der Wurzel also der Wurzelspitze abgebrochen ist das für dich günstig da der Zahn dann operativ meist zu retten ist. Ist das Instrument iom oberen Drittel gebrochen kann man das Instrument fast immer entfernen. Steckt es in der Mitte würde ich mir die WSR trotzdem überlegen da eine zweite sehr kurze Wurzel immer noch besser ist als eine Wurzel.( Zahn durchtrennen--Hemisektion)
Würde mal in München an der Uni, Zahnklinik Fachbereich Parodontolgie nachfragen. Parodontologen wollen meist jeden Zahn retten und überweisen Dich dann in die Chirurgie oder zu einem Spezialisten für Endo(Wurzelbehandlung). Gehst Du direkt in die Chirurgie triffst Du vielleicht einen der auch lieber Implantate setzt.
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Wußten Sie schon, dass...
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