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Kooperation der privaten Krankenkasse mit zahntechnischen Laboren Beitrag vom 25.08.2008, 21:29 Uhr
Manche privaten Krankenkassen (so auch meine) kooperieren mit bestimmten Zahnlaboren, angeblich zum Wohle ???? der Patienten. Wenn man seinen Zahnersatz in diesen Laboren fertigen lässt, sollen keine Kürzungen der Laborkosten erfolgen. Ansonsten rechnet meine Versicherung nach eigenen Listen ab (die allerdings nicht Bestandteil meines Vertrags waren) und ich muss meistens eine Menge zuzahlen.
a) Ich kann mir nicht vorstellen, dass Zahnärzte, die Wert auf Qualität legen, sich auf so einen "Deal" einlassen. Sie müssen ja (zumindest theoretisch) die Verantwortung für den Zahnersatz übernehmen. Da ist es doch wichtig, dass man den Techniker kennt und ihm vertraut, finde ich. Wo ist denn dann eigentlich die freie Arztwahl geblieben? Wo soll das hinführen?
b) Hat jemand Erfahrung mit solchen Laboren? Seid ihr zufrieden? Wie reagiert die Krankenkasse, wenn etwas schief läuft? Unterstützt sie euch da?
Karin
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Re: Kooperation der privaten Krankenkasse mit zahntechnischen Laboren Beitrag vom 26.08.2008, 08:00 Uhr
Wenn die sog. Sachkostenlisten ursprünglich nicht Vertragsbestandteil waren, so brauchen sie diese Einschränkungen auch nicht zu akzeptieren, siehe BGH Urteil vom 18.01.2006 (Az. IV ZR 244/04) und aktuell vom 31.1.2008,( Az IV ZR 169/06)
Johann Zenger
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Re: Kooperation der privaten Krankenkasse mit zahntechnischen Laboren Beitrag vom 26.08.2008, 22:33 Uhr
Sehr geehrter Herr Zenger,
vielen Dank für die Info! Das Urteil vom 18.1.06 habe ich nachgelesen. Sehr interessant! Das Urteil vom 31.1.08 habe ich beim BGH nicht gefunden. Muss ich nochmal in Ruhe suchen.
Karin
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Re: Kooperation der privaten Krankenkasse mit zahntechnischen Laboren Beitrag vom 27.08.2008, 08:19 Uhr
Leider ist es so,dass sich Zahnärzte auf so einen "Deal"einlassen.Mir hat neulich ein Kollege folgendes berichtet:zu ihm kommt ein Patient(GKV),möchte Zahnersatz,der aber in China gefertigt wird u.billiger sei.Der Kollege sagte mir,dass er das macht,weil die Laborkosten für ihn ein Durchlaufposten sind u. er sein Honorar von der GKV auf alle Fälle bekommt.
Gruß Dr. Metelski
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Re: Kooperation der privaten Krankenkasse mit zahntechnischen Laboren Beitrag vom 27.08.2008, 09:51 Uhr
Können Sie hier: http://juris.bundesgerichtshof.de/unter Angabe des AZ suchen bzw. nachlesen. viele Grüße Johann Zenger
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Re: Kooperation der privaten Krankenkasse mit zahntechnischen Laboren Beitrag vom 27.08.2008, 12:57 Uhr
Sehr geehrter Herr Zenger,
jeetzt hab` ichs gefunden, nach einem Anruf beim BGH. Das AZ IV ZR 169/06 ist anscheinend vom 23.1.08, nicht vom 31.1.08. Bei der Eingabe des Aktenzeichens muss man das AZ weglassen. Das hab ich falsch gemacht, deshalb hat auch das zuerst nicht funktioniert. Nochmal vielen Dank für die Auskunft. Wird mir sehr helfen, anderen vielleicht auch.
Karin
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Re: Kooperation der privaten Krankenkasse mit zahntechnischen Laboren Beitrag vom 27.08.2008, 13:08 Uhr
Wer zahlt denn einem Zahnarzt, der sich auf so einen "Deal" mit China, wie oben beschrieben, einlässt, die Mehrarbeit, wenn die Prothetik nachgebessert werden muss, weil das Labor schlampig arbeitet???? Oder kommt sie "rein" egal wie???? Gibt es dann keine Gewährleistung?????
Karin
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Re: Kooperation der privaten Krankenkasse mit zahntechnischen Laboren Beitrag vom 28.08.2008, 13:23 Uhr
ich trage seit 11 jahren eine 12-gliedrige brücke die in china gefertigt wurde. habe viel geld gespart, keine probleme bisher, zahnfleisch gut, aussehen gut, alles gut. meiner laien-beurteilung nach hat das labor keineswegs schlampig gearbeitet.
gruss monika
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Re: Kooperation der privaten Krankenkasse mit zahntechnischen Laboren Beitrag vom 28.08.2008, 22:45 Uhr
Hallo monika,
ich wollte damit nicht sagen, dass chinesische Prothetik schlechter ist als deutsche. Das kann ich nicht beurteilen. Ich meinte nur, dass ein Zahnarzt seinem "Hauslabor" vielleicht eher verzeiht, wenn etwas schief geht. Das passiert auch oft genug bei deutschen Laboren, wie ich aus eigener leidvoller Erfahrung weiß. Bei einem chinesischen Labor denkt er sich vielleicht, da ist der Patient/die Patientin selbst schuld. Er/sie wollte es ja nicht anders. Alles nur eine Vermutung!!! Glaube mir. bei meinen bisherigen Erfahrungen, ein großes und ein kleineres "Desaster", das mich immerhin auch fast 4000 Euro gekostet hat, habe ich mir oft gedacht: "Wenn das Ganze sowieso nur ein "Glückspiel" ist, dann wenigsten billig." Ich hatte allerdings auch Prothetik dazwischen, die hervorragend gepasst hat. Leider ging der Zahnarzt in Rente. Woher aber vorher wissen, wie neuer Zahnarzt arbeitet?
Ich danke dir für deinen Beitrag. Man hört so wenig positives von chinesischer Prothetik. Konkret negatives habe ICH auch noch nicht gehört. Habe auch noch nicht danach gesucht.
Karin
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