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THEMA: Re:Knochenhöhe nach CT nicht genau erkennbar.
 
Knochenhöhe nach CT nicht genau erkennbar.
Beitrag vom 23.10.2008, 16:34 Uhr

 
von Karolina149@web.de
Junior Boarder
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Sehr geehrter Herr Dr. Zwanzig,
sehr geehrter Herr Dr. Zahedi,
ich habe einen Knochenaufbau mit Sinuslift hinter mir. Es sollen 6 Implante im OK gesetzt werden. Nachdem ich mich für die 3D-Bohrschablone (minimal invasiver Eingriff) entschieden hatte, wurde ein CT angefertigt. Mein Behandler rief nunmehr bei mir an und teilte mit, dass auf dem CT die Knochenhöhe nicht genau erkennbar sei und es sein könne, dass nunmehr doch teilweise die Mundschleimhaut "zurückgeklappt" werden müsse.Dies würde sich erst beim Bohren herausstellen. Auf meine Frage teilte er mir mit, dass jedenfalls (obwohl nicht genau auf dem CT ersichtlich) der Knochen für die Implantation ausreichen würde. Kann dies so hingenommen werden oder soll lieber nochmals ein CT erstellt werden? Für Ihre Bemühungen im Voraus herzlichen DANK.
Mit freundlichen Grüßen
Karolina H.
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Re:Knochenhöhe nach CT nicht genau erkennbar.
Beitrag vom 23.10.2008, 19:25 Uhr

 
Hallo,
Ihr Behandler scheint sich sehr viel Gedanken um eine perfekte Planung des Eingriffs zu machen. We er nicht der Meinung ist, dass durch eine weitere 3D-Aufnahme die Kenntnisse verbessert werden können, dann hat er da die besten Argumente.
Guten Erfolg wünscht
B. Zahedi
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Re:Knochenhöhe nach CT nicht genau erkennbar.
Beitrag vom 25.10.2008, 12:19 Uhr

 
von Dr. Kai Zwanzig
Zahnarzt und Fachzahnarzt für Oralchirurgie
Gold Boarder
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Geschlecht: männlich Ort: Bielefeld Geburtstag: 1975-06-22
www.praxis-zwanzig.de
Hallo Karolina,
um die Knochenhöhe verlässlich festzustellen, benötigt man ganz sicher kein CT; da reicht eine konventionelle Aufnahme völlig aus. Bei einer 3D-Rekonstruktion geht es vielmehr darum, im Vorfeld zu erkennen, ob genügend Knochen in allen Dimensionen vorhanden ist (vor allem in der Breite, da man das auf einer herkömmlichen Aufnahme nicht beurteilen kann), um minimalinvasiv mit einer schablonengeführten Implantation durch die Schleimhaut arbeiten zu können. Was Ihr Behandler beim Bohren herausfinden will, ist mir schleierhaft, denn entweder ist er im Knochen, oder bereits zu tief. Das sollte er aber vorher wissen; mir scheint vielmehr, als wäre der Knochen nicht ausreichend breit genug, was er Ihnen nicht sagen will, da dies bedeuten würde, dass nochmals aufgebaut werden müsste, was ja bereits einmal geschehen ist. So etwas passiert manchmal nach Sinusaugmentation, dass man fetsstellen muss, dass sich der Knochen übermäßig während der Einheilzeit abgebaut hat. Das sind ganz normale Prozesse im Knochen, die jedes Mal, wenn das Zahnfleisch abgeklappt wird und der ja auch nicht funktionell belastet wird, ablaufen, beim anderen mehr, beim anderen weniger. Über die Möglichkeit einer solchen Resorption, muß man den Patienten im Vorfeld aufklären; kann immer passieren, oder man baut gleich mit in der Breite auf.
Alles in allem hat das jetzt nur die therapeutische Konsequenz, dass wahrscheinlich nachgearbeitet werden muss, was ja nicht schlimm, sondern vielleicht ärgerlich ist. Halten Sie Ihrem Behandler wenigstens zu Gute, dass nicht auf Gedeih und Verderben versucht werden soll, durch die Schleimhaut zu implantieren. Das geschieht heute leider viel zu oft, was in vielen Fällen zu großen Komplikationen führt, da wenig Knochen um das Implantat oft schneller Abbau bedeutet, und ein Implantat, was nicht ringsrum im Knochen steht, eigentlich ein Mißerfolg ist. Da kommen immer mehr Patienten in meine Praxis, bei denen die scheinbar sichere, navigierte Implantation in die Hose gegangen ist. Verstehen Sie mich nicht falsch, die Navigation ist eine tolle Möglichkeit in kurzer Zeit mit wenig operativem Aufwand Implantate zu setzen, was wir auch sehr gerne bei uns machen, aber nur dann, wenn wirklich die Grundvoraussetzungen stimmen. Ansonsten ist die Implantation mit direkter Sicht auf das Implantatlager sicher die bessere Wal, auch wenn das bedeutet, dass geschnitten werden muss.
MfG
Dr. Zwanzig
Fachzahnarzt für Oralchirurgie
Spezialist Implantologie
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Re:Knochenhöhe nach CT nicht genau erkennbar.
Beitrag vom 04.11.2008, 16:59 Uhr

 
von Karolina149@web.de
Junior Boarder
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Sehr geehrter Herr Dr. Zwanzig, vielen Dank für Ihre umfangreiche Information. Meine Frage: Kann denn jetzt ohne weiteren Knochenaufbau implantiert werden oder kann dies in einer OP geschehen. Für eine schnelle Antwort bin ich dankbar, da der OP-Termin bereits in einigen Tagen stattfindet.
Mit feundlichen Grüßen
Karolina
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