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THEMA: Re:Infizierung ohne Schmerzen/Beschwerden?
 
Re:Infizierung ohne Schmerzen/Beschwerden?
Beitrag vom 30.06.2009, 13:24 Uhr

 
von Dr. Kai Zwanzig
Zahnarzt und Fachzahnarzt für Oralchirurgie
Gold Boarder
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Geschlecht: männlich Ort: Bielefeld Geburtstag: 1975-06-22
www.praxis-zwanzig.de
Guten Tag,
wieviele Körnchen tatsächlich ausgetreten sind, ist wahrscheinlich schwer zu sagen, da das auch gerne unbemerkt passiert. Fakt ist, das eine direkte Verbindung von der Mundhöhle zu der Aufbauregion besteht und laufend Spreichel und somit viele Bakterien dort hingelagen. Man muss davon ausgehen, daß mittlerweile das gesamte Blutgerinsel, was unbedingt für die Heilung benötigt wird, dort rausgespült wurde; so kann keine Heilung erfolgen, da Heilung nur über Bildung neuer Blutgefäße stattfinden kann! Falls noch Knochenersatzmaterial da ist, wird dieses bindegewebig umschlossen und wird eine labbrige Masse bilden, was wirklich nicht im Sinne des Erfinders ist. Schmerzen müssen Sie keinesfalls haben, da eventuelles Sekret ständig über das kleine Loch abfliessen kann und die Wunde somit permanent drainiert ist und so auch nichts dick werden kann. Das ist wahrscheinlich auch cder Grund, warum das Loch nicht genäht werden kann. Die Bakterien (im Speichel) haben den Aufbau kontaminiert und wollen natürlich auch irgendwann wieder raus. Die suchen sich dann schon ihren Weg und deshalb funktionieren auch solche Versuche der Sekundärnaht eigentlich gar nicht. In meinen Augen ist die Geschichte daneben gegangen, auch wenn die Beurteilung ohne genauen Befund immer ein wenig schwierig ist. Die Frage muss aber auch ganz klar sein, war es überhaupt ein Knochenaufbau; manchmal wird nämlich einfach nur auf die Aussenseite des Knochens ein wenig BioOss gelegt, um den darunterliegenden Knochen vor Resorption zu schützen (wenig Aufwand kann gut abgerechnet werden). Wenn es ein Knochenaufbau war, wieso wurde keine Membran benutzt?
Mit freundlichen Grüssen
Dr. Kai Zwanzig
Spezialist Implantologie
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