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THEMA: Re:Implantatverlust (ich bin Teil der " 2% ")
 
Implantatverlust (ich bin Teil der " 2% ")
Beitrag vom 23.11.2010, 21:41 Uhr

 
von Milchzahnersatz
Fresh Boarder
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Hallo,

mir wurde vor ca. 4 Wochen ein Implantat gesetzt. Davon hatte ich 2 1/2 Wochen starke Schmerzen sodass ich dauerhaft auf Ibus angewiesen war.

Danach ließen die Schmerzen langsam nach. Vor ca. 2 Tagen bemerkte ich jedoch, dass die Schleimhaut oberhalb des Implantates anschwillt. Die Schwellung wurde größer, sodass ich heute meinen Implantologen aufsuchte:

Das Implantat musste raus, der Knochen hat sich zurückgebildet. Nun habe ich einen desinfizierenden Stift im "Borloch" und hab keinen Schimmer wie es weiter geht.

Welche Optionen habe ich jetzt? Was könnt Ihr mir empfehlen?

Wäre ebenfalls dankbar für die Info, wann ich den Watteknoll wieder herausnehmen kann, welcher zwischen Stift und O-Kiefer sitzt. Zum Schlafen sollte ich das wohl besser raus nehmen oder?

VIELEN DANK IM VORAUS.

MFG MZE
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Re:Implantatverlust (ich bin Teil der " 2% ")
Beitrag vom 25.11.2010, 20:30 Uhr

 
Hallo,
2% ist im Grunde wenig, aber es gibt letztendlich 20.000 Leidensgenossen jährlich in Deutschland. Auch hier gibt es dann Lösungen. In den meisten Fällen lässt sich nach einer Ausheilungszeit von einigen Monaten ein neues Implantat -erfolgreich ;-) - einbringen.
Gruß
B. Zahedi
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Re:Implantatverlust (ich bin Teil der " 2% ")
Beitrag vom 26.11.2010, 13:57 Uhr

 
von Milchzahnersatz
Fresh Boarder
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Hallo Herr Zahedi,

vielen Dank für Ihr Feedback. Aus dieser Sicht habe ich das noch nicht gesehen (2% = 20.000), aber da haben Sie natürlich vollkommen recht.

Was mich jedoch stört, ist der Wortlaut "In den meisten Fällen.." aber ein Risiko kann man wohl nicht ausschließen..
Da gibt es meinerseits schon die Überlegung ob ich mir das ganze nochmal antun soll (ohne Erfolgsgarantie) oder ob ich mir eine Brücke machen lasse (mit Garantie).

Habe nun noch etwas Bedenkzeit..

Momentan habe ich einen desinfizierenden Streifen im "Borloch". Dieser wird nächste Woche entfernt und mein Zahnarzt meinte, dass keine Spülungen notwendig sein.

Gibt es hierzu Erfahrungsberichte von meinen Leidensgenossen??

Vielen Dank und viele Grüße
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Re:Implantatverlust (ich bin Teil der " 2% ")
Beitrag vom 04.12.2010, 08:33 Uhr

 
Interessant ist, dass Ihr Implantat- Verlust nicht in die Misserfolgs- Statistik mit aufgenommen wird, da die Krone noch nicht aufgesetzt wurde... Implantat- Verluste in der "Einheilungsphase" werden in der Regel nicht mitberechnet! Daher finde ich die genannten statistischen Angaben von 2% als sehr fragwürdig und täuschend für viele Patienten. Dies war auch ein großes Thema auf dem DGI Kongress in Hamburg letztes Wochenende! Ehrliche Aussagen sind wünschenswert... Von daher muss man daher, wenn man auch die Verluste in der "EInheilphase" mitrechnet, mit einer mindestens doppelten Anzahl von "Misserfolgen" rechnen!
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Re:Implantatverlust (ich bin Teil der " 2% ")
Beitrag vom 04.12.2010, 21:16 Uhr

 
von Dr.Thilo Fechtig
Platinum Boarder
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Geschlecht: männlich Ort: Süddeutschland/Schweizer Grenze Geburtstag: 1965-03-11
www.dr-fechtig.de
Aber Hallo!

die Implantologie ist etabliert und kein Experiment mehr!

Mit der richtigen Planung (Scanschablone, DVT, 3D Planung, Bohrschablone) und Berücksichtigung der Biologie ist eine Vorhersagbarkeit des Eingriffes doch gegeben.

Das Problem ist doch das "immer billiger und schneller" und Systeme, die beim Kunden / Patienten erst reifen.

Mein Implantatsystem gibt es seit 25 Jahren (!) und wurde nur wenig verändert, da es einfach nichts zu verändern gibt!

Die Verlustrate beträgt nur 2% in 16 dokumentierten Jahren!

Wenn den Neu-Anwendern in Bedienungsanleitungen ( bestehend aus 4 netten Bildchen) die komplette Implantatchirurgie beigebracht wird, ist mir eine größere Verlustrate klar...

Wer es nachlesen will, s.u. die Datei

Gruss
Thilo Fechtig
Dateianhang:
Dateiname: iD_0307_Nentwig_Moser_de.pdf
Dateigröße: 342699
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Re:Implantatverlust (ich bin Teil der " 2% ")
Beitrag vom 10.12.2010, 19:05 Uhr

 
von roger
Fresh Boarder
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Auch ausgewiesenen Fachleuten (wie z. B. einem Vorstandsmitglied einer der Implantologen-Vereinigungen) können grobe Schnitzer (wie in meinem Fall) unterlaufen.
Bedauerlicherweise geben solche Koryphäen ihre Fehler nicht zu, sondern man muß ihnen diese in mühsamen (gerichtlichen und gutachterlichen) Verfahren erst nachweisen.
Gruß
roger
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