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Implantate und die Folgen Beitrag vom 16.10.2003, 11:34 Uhr
Rolf Knoll 59 Jahre
Beschreibung des Falles: Aug. 2002 Brücke OK 13/ 12-22/23 ist mehrmals nacheinander gebrochen (mehr als 20 Jahre alt) Nach Information bei verschiedenen Zahnärzten Entschluss zum Ersatz der Brücke durch Implantationslösung. 15.11.02 Entfernung der Brücke, Einsatz von 2 Trautmann TE-Implantaten . Einheilphase bis 22.1.03 mit Provisorium ( Brücke über Implantaten) ohne Komplikationen. 22.1.03 Abdruck für endgültige Kronen. Nach Einsatz von Kronen (2er Blöcke Degu U94 ) ca. 2-3 Tage später beginn von starkem Spannungskopfschmerz und Migräne von Nasenwurzel bis zum Nacken. Durch Freischleifen der Kronen keine entscheidende Verbesserung. 14.3.03 Neues Kunststoffprovisorium, Einzelkronen ohne gegenseitige Berührung, danach beschwerdefrei, - Verdacht auf Unverträglichkeit der Titanimplantate mit den vorhandenen Goldkronen. 25.5.03 Nachpräperation der Stiftzähne auf Zirkon –Einzelkronen( Lava). 27.5.03 Einsatz der Zirkonkronen ( mit Provicol) mit leichter gegenseitiger Berührung. Spannungsschmerz und leichte Migräne lassen nach bei Verringerung des Berührungsdruckes. 17.6.03 Zirkonkronen werden entfernt um optische Korrekturen vorzunehmen ( notwendige Verlängerung der Zirkonkronen Mitte 11,21) 18.6.03 Die verlängerten Zirkon-Kronen werden eingesetzt. 18.6.04 Sehr schnell einsetzende starke Kopfschmerzen 30.6.03 Entfernen aller Zirkonkronen und Ersatz durch Provisorium.( Einsatz mit Provicol). Starker Salzgeschmack im Mund. 24.7.03 Provisorien ersetzt durch im Labor hergestellte Kunststoffprovisorien. Weiterhin starker Salzgeschmack und Kopfschmerzen mit Schmerzen in der linken Unterkiefer . 5.8.03 Wurzelbehandlung von 22 li, Laserbehandlung der Wurzel. Einsatz d. Provisoriums mit Provicol. 7.8.03 Abschleifen der Kontaktstellen des Provisoriums- Laserbehandlung. 7.8.04 Mein ( aus meiner Sicht sehr fähiger Zahnarzt ) bezeichnet mich als austherapiert und empfiehlt Kontakt mit Uniklinik. 11.8.03 Audienz in Uniklinik Tübingen. Keine Erkenntnisse über zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten. Empfiehlt neurologische Untersuchungen.
Stand heute: Provisorien haben sich mehrmals gelockert, wurden von mir selbst mit Provicol wieder eingesetzt, mehrere Tage danach starke Schmerzen. Nach wie vor starke Spannungskopfschmerzen und Migräne bis zum Brechreiz. Auch Nervenschmerzen in Ober-und Unterkiefer. Salzgeschmack hat etwas nachgelassen, stärker bei Genuss von kohlesäurehaltigem Sprudel.
Fragen: Welche Möglichkeiten gibt es Metallunverträglichkeiten zu erkennen und ohne zusätzliche Operation zu beheben? Ist sicherzustellen dass bei Entfernung der Titanimplantate die Schmerzen verschwinden? Gibt es Alternativen zur Gesamtproblematik Titan- metallhaltige Anteile in den Kronen, Goldkronen, Ausgleichsstöme? Teillösungen?
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Re: Implantate und die Folgen Beitrag vom 16.10.2003, 14:43 Uhr
Hatten Sie früher -also vor der Implanttion-auch schon einmal Migräneanfälle. Herr Knoll?
Herzliche Grüße
Osswald
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Re: Implantate und die Folgen Beitrag vom 16.10.2003, 17:37 Uhr
Hallo, um eine Verträglichkeit von Materialien zu testen gibt es neben der Hauttestung mit dem Material beim Hautarzt vor allem die Möglichkeit des LTT (Lymphozyten-Transformations-Test) um eine Allergie Typ IV (die für Metalle, Werkstoffe in der zahnärztlichen Praxis typisch ist) zu diagnostizieren. Man schickt dabei Blut in ein spezialisiertes Labor, das die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) herausfiltert und mit den zu testenden Materialien beschickt. Hierdurch lassen sich Allergien eindeutig belegen. Kosten: ca. 25 EUR für den Ansatz (einmalig) und ca. 25 EUR pro Material Gruß B. Zahedi
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Re: Implantate und die Folgen Beitrag vom 17.10.2003, 14:43 Uhr
Laut ZA ist bei mir absolut keine allergische Reaktion zu sehen. Eine grosse Blutuntersuchung im Labor hat auch keine erkennbaren Abweichungen gezeigt. Welches Labor um Stgt macht die LTT Bestimmung? mfg rolf knoll
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Re: Implantate und die Folgen Beitrag vom 17.10.2003, 14:55 Uhr
vielen dank für Ihre Nachricht. Migräneschmerzen sind in den letzten Jahren nicht aufgetreten. Auch in einem grossem Blutbild konnten keine Bakteriellen -oder Virus-Infektionen nachweisbar gemacht werden. Beim Osteopathen habe ich die HWS auf mögliche Ursachen untersuchen lassen, -ohne Erkenntnisse für die Spngskopfschmerzen. mfg rolf knoll
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Re: Implantate und die Folgen Beitrag vom 17.10.2003, 14:59 Uhr
Ich glaube ehrlich gesagt auch nicht an einen solchen Zusammenhang, Herr Knoll. Eine Allergie macht in der Regel keine solchen Beschwerden. Und selbst wenn sie solche Beschwerden machen sollte, dann sicher nicht ohne lokale Reaktion des umgebenden Gewebes. Haben Sie schon mal versucht, konsequent eine Aufbissschiene zu tragen? Haben Sie vor der Implantation auch schon unter Kopfschmerzen und/oder Migräneanfällen gelitten?
Herzliche Grüße
Osswald
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Re: Implantate und die Folgen Beitrag vom 17.10.2003, 16:43 Uhr
In den letzten 15 Jahre keine Migräne ähnliche Schmerzen. Davor mehrmals Gürtelrose mit Kopfschmerzen. Aufbissschiene in 14 tägigen Rythmus getragen,-ohne erkennbare Wirkung. Nur dass anfänglich noch leichte Kieferspannungen dazu kommen. mfg rolf knoll
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Re: Implantate und die Folgen Beitrag vom 17.10.2003, 16:51 Uhr
Hallo, LTT werden von Laborärzten (Ärzte f. Labormedizin) durchgeführt. Leider kann ich Ihnen für Stuttgart keine Empfehlung geben. Sprechen Sie das am besten einmal mit Ihrem Hausarzt durch. Viele Grüße B. Zahedi
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Re: Implantate und die Folgen Beitrag vom 21.10.2003, 10:59 Uhr
Hallo Dr. Zahedi Vielen Dank für Ihre Info betreffend dem LTT Nach Durchsicht eines Berichtes im Scheizer Forum vom 9.April 2003 sehe ich nur die Diagnostik von Medikamenten, auch sind in der Tabelle nur Tests von Medikamenten aufgeführt. Meine Fragen dazu sind : Gibt es den LTT auch für Implantate und die Materialien die dabei verwendet werden? Zum Test wird die Reinsubstanz des Materials benötigt, wie komme ich b.z.w. das Labor daran? Der Test ist lt. Angabe nicht automatisierbar und nur mit viel Erfahrung interpretierbar, wo und wie finde ich das richtige Labor? Gibt es Labors oder Institute die sich speziell mit Implantaten und den Problemen beschäftigen? Es wäre schön mit Hilfe Ihre Informationen einen Schritt weiterzukommen. mit freundlichen Grüßen Rolf Knoll
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Re: Implantate und die Folgen Beitrag vom 22.10.2003, 08:38 Uhr
Sehr geehrter Herr Knoll, Herr Dr. Zahedi machte mich auf Ihre Anfrage aufmerksam. Wir sind ein diagnostisches-immunologisches Labor und haben seit vielen Jahren Erfahrungen mit dem LTT. Wir wenden ihn auch erfolgreich für Zahnmetalle an. Die Reinsubstanzen haben wir für die Legierungen im Labor. Der LTT für Kunststoffe ist dagegen problematisch. Für Keramik machen wir keinen - das würde auch keinen Sinn machen, da hier eine Sensibilisierung mehr als unwahrscheinlich ist. Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Dr. Lutz Franke (FA für Immunologie und Labormedizin)
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