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THEMA: Re:Implantatbruch
 
Implantatbruch
Beitrag vom 24.10.2012, 14:11 Uhr

 
von Bruchpilot
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Liebes Expertenforum,
vor ca. 4 Jahren wurden mir im Unterkiefer rechts und links je ein Implantat gesetzt. Zusätzlich erhielt ich einen herausnehmbaren Zahnersatz. Dieser wurde über Kugelköpfe auf den Implantaten, sowie über ein Geschiebe auf drei Schneidezähnen (einzig verbliebene Zähne im Unterkiefer) gehalten.
Schon früh wunderte ich mich darüber, dass das linke Implantat stark zum Mundinnenraum geneigt saß. Die Kugelkopfaufnahme der Prothese befand sich direkt an der Wandung der Prothese und war von der roten Verblendungsmasse kaum überdeckt. Tatsächlich gab es an diesen Stellen mehrfach Risse und Sprünge in der Prothese, einmal auch oberhalb der Kugelkopfaufnahme. Hier musste mehrfach nachgebessert werden. Erst durch einen größeren Materialauftrag konnte dieses Problem dauerhaft behoben werden.
Grundsätzlich kaute ich eher Rechts, da sich das Kauen links eher unangenehm, bis leicht schmerzhaft anfühlte. Vor kurzem ist nun das Implantat abgebrochen und zwar direkt unterhalb der eingedrehten Implantatschraube (?). Bei Ansicht meiner Röntgenbilder musste ich feststellen, dass sich mein Unterkiefer links (und nur links) stark zurück gebildet hatte. Besonders auffällig dabei eine kraterartige Lochbildung im Unterkiefer direkt über der Bruchstelle des Implantates.
Mein behandelnder Zahnarzt und Implantatologe kann sich den Implantatbruch nicht erklären und führt ihn auf meine enormen Kaukräfte zurück. Gesundheitlich spreche nichts dagegen, meine Prothese weiter zu verwenden, auch wenn sie nunmehr einen Ankerpunkt weniger hat. Diese Aussage verwunderte mich, da ich mich au sein Raten hin, bewusst für eine Lösung mit zwei Implantaten entschieden hatte.
Es werfen sich nun mehrere Fragen auf:
Kam es durch die extreme Schrägstellung (geschätzte 30 °)des Implantates zu einer Fehlbelastung des Implantates, was wiederum zunächst zu den Beschädigungen an der Prothese und schließlich zum Bruch des Implantates führte?
Wie lässt sich der einseitige Kieferabbau und insbesondere diese Kraterbildung rings um das Implantat oberhalb der Bruchstelle erklären?
Wo finde ich medizinischen Rat und wo patientenrechtliche Unterstützung?
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Re:Implantatbruch
Beitrag vom 25.10.2012, 17:41 Uhr

 
hallo,
schräg eingesetzte implantate werden bezüglich dieser problematik nicht einheitlich bewertet, da es erfolgreiche versorgungskonzepte mit schrägen implantaten gibt. bei nicht verblockten implantaten erscheint mir die physik allerdings auch eher ungünstig zu sein. der knochenabbau spielt hier aber vielleicht eine bedeutendere rolle. durch den knochverlust verliert das implantat die wichtigen abstützungen im halsbeeich, die hebelwirkung vergrössert sich enorm. das kann bei (weniger gut dimensionierten) implantaten dann zu ermüdungsbrüchen führen.
gruß
b. zahedi
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Re:Implantatbruch
Beitrag vom 31.10.2012, 16:37 Uhr

 
von Bruchpilot
Fresh Boarder
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Hallo,
vielen Dank für ihre Antwort!
Inzwischen habe ich mir eine zweite Meinung eingeholt. Der untersuchende Implantologe sagte mir folgendes:

Die verwendeten Implantate sind vom Hersteller ausdrücklich nicht für den Seitenzahnbereich zugelassen, da unterdimensioniert.

Die Implantate wurden falsch positioniert,was zu Kipp- und Wechselbelastungen führte, was durch die extreme Angulation noch verstärkt wurde.

Darauf sei auch eine chronische Kieferknocheninfektion zurückzuführen, die zum Rückgang des Kiefeferknochens, links sowie zu der Kraterbildung um das Implantat herum führte.

Gerade dieser letzte Aspekt ist für mich schwer nachvollziehbar, insofern meine Nachfrage:

Kann der Knochenrückgang (immerhin trat der ja nur auf der linken Kieferseite auf der das Implantat zu weit nach hinten und zu stark geneigt gesetzt wurde auf)durch ein falsch platziertes ungd geneigtes Implantat hervor gerufen worden sein?
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dito
Beitrag vom 26.11.2012, 20:56 Uhr

 
Hallo,
vielen Dank für ihre Antwort!
Inzwischen habe ich mir eine zweite Meinung eingeholt. Der untersuchende Implantologe sagte mir folgendes:

Die verwendeten Implantate sind vom Hersteller ausdrücklich nicht für den Seitenzahnbereich zugelassen, da unterdimensioniert.

--> welchen durchmasser haben die implantate?

Die Implantate wurden falsch positioniert,was zu Kipp- und Wechselbelastungen führte, was durch die extreme Angulation noch verstärkt wurde.

--> gibt es eine aufnahme oder zumindest ein foto, wodurch ihre these gestützt wird?

Darauf sei auch eine chronische Kieferknocheninfektion zurückzuführen, die zum Rückgang des Kiefeferknochens, links sowie zu der Kraterbildung um das Implantat herum führte.

--> --> gibt es eine aufnahme oder zumindest ein foto, wodurch ihre these gestützt wird?

Gerade dieser letzte Aspekt ist für mich schwer nachvollziehbar, insofern meine Nachfrage:

Kann der Knochenrückgang (immerhin trat der ja nur auf der linken Kieferseite auf der das Implantat zu weit nach hinten und zu stark geneigt gesetzt wurde auf)durch ein falsch platziertes ungd geneigtes Implantat hervor gerufen worden sein?

--> theoretisch ja, aber auch hier: --> gibt es eine aufnahme oder zumindest ein foto, wodurch ihre these gestützt wird?
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Re:Welches Implantatsystem?
15.05.13, 16:24 von Dr. Dr. B. Zahedi
aussenhex? branemark mark II wäre möglich.

Re:Welches Implantatsystem?
15.05.13, 16:22 von Dr. Dr. B. Zahedi
hallo, gibt es einzelbilder? plattfporm-switching oder aussen-hex? die mittleren könnten biomet 3i sein.

Re:Um welches Implantatsystem handelt es sich?
15.05.13, 16:18 von Dr. Dr. B. Zahedi
hallo, gibt es ein einzelbild? platform-switching? könnte ein pit-easy, bio-horizon oder ocd biomedical sein.

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