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Re:Erfahrungen nach mind. 1 oder 2 Jahren Beitrag vom 27.06.2010, 13:47 Uhr
von dodo
Gold Boarder
Hallo hansjörg,
danke für die Antwort. Es freut mich, dass nach einem anfänglichen Problem Deine Implantation und Nachversorgung gut verlaufen ist. Ich wurde im April 2008 fertig - nach dem in den 1 1/2 Jahren davor vom Zähneziehen im OK (dann war er zahnlos) bis über den Knochenaufbau und dem Setzen von 6 Implies. Bezüglich Implantate (das machte ein Zahnchirurg) lief bei mir so ziemlich alles problemlos, hatte auch danach keine Entzündungen mehr. Was aber nicht so gut verlief, war leider mein Aufbau (beim Zahnazrt und Labor) mit einer Teleskopprothese. Die Arbeit war zunächst sehr schön und gut und festsitzend. Ich machte die Prothese nur zur gründlichen täglichen - zwei - bis dreimal am Tag - Zahnpflege heraus. Sonst blieb sie drin, auch nachts. Ich ging auch regelmäßig zweimal im Jahr zur professionellen Zahnreinigung und habe alles vorschriftsmäßig gemacht. Aber bereits nach rund 10 Monaten merkte ich, das Ding immer lockerer wird. Nach zwei Jahren konnte ich sie nur mit der Zunge anlockern und aus dem Mund nehmen. Einmal blieb sie beim Essen im Brötchen stecken und ich hatte immer Angst, dass es jemand merkt. Das war natürlich nicht befriedigend und auch mein Zahnarzt war sehr unglücklich darüber. Wir sprachen über Nachgalvinisieren usw. Er gab sich sehr viel Mühe, besprach sich auch mit dem Zahnchirurgen, und mit anderen Zahnärzten, sogar bei einer zahnärztlichen Fortbildung war meine Problematik Thema - scheinbar ungewöhnlich, dass die Teleskopprothese nach so kurzer Zeit locker wird. Also: Ich bin zwischenzeitlich davon überzeugt, dass mein ZA gute Arbeit geleistet hat und auch das Labor kein Fehler gemacht hat - es war aber einfach für meine Problematik die falsche Lösung. Es ist so, dass ich eine sehr starken Biss habe, deshalb gingen ja auch die echten Zähne im OK kaputt - und oft einfach beiße oder knirsche, nachts, aber auch tagsüber bei starker Anspannung oder Konzentration, ohne dass ich es selbst merke oder mir dessen bewusst bin. Also hat mein ZA sich entschieden, mir eine total neue Versorgung zu machen - eben auch eine Locatorprothese. Er hat sich an drei Mittwochnachmittagen, wo sonst seine Praxis geschlossen hat, die Mühe gemacht, mich zu behandeln. Kosten für mich keine. Der erste Tag war natürlich sehr schwierig, denn die Pfosten von den Teleskopen mussten runter, neue Abdrücke wurden gemacht etc. Aber es ging alles gut und seit letzten Mittwoch habe ich sie drin, die fertige Locatorprothese. Einmal war ich beim Festerstellen. Der ZA meinte, es sind erst 30 % ausgeschöpft, aber einmnal muss ich nochmals hin, denn rechts kippt es schon wieder leicht. Es dauert noch ein bissle, bis alle Gummis richtig sitzen. Aber ich bin nun guter Hoffnung und hoffe wirklich stark, dass nun alles gut wird. Ich habe echt genug von Zahnärzten usw.
Eine Frage habe ich noch: Schläfst Du nachts getrennt von Deinen Zähnen oder bleibt die Locatorprothese bei Dir drin. Bis jetzt lasse ich sie drin, aber es spannt noch so eigenartig. Man muss sich wohl gewöhnen.
Viele Grüße dodo
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