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Befestigung eines Provisoriums Beitrag vom 24.01.2011, 14:04 Uhr
Liebes Forum,
mein 14-jähriger Sohn hatte vor ca. 3 Monaten einen Unfall. Die Zähne sind wie folgt betroffen:
12: nach dem Unfall locker, heute wieder fest, Nerven sind gesund 11: musste incl. Wurzel entfernt werden 21: wurde reimplantiert und ist (fast) wieder fest, Nerven scheinen sich zu regenerieren 22: wurde reimplantiert und ist wieder fest, Nerven scheinen sich zu regenerieren.
Die aktuelle Behandlungsstrategie sieht vor, dass der fehlende Zahn durch ein Implantat ersetzt wird, wenn die Wachstumsphase beendet ist. Bis dahin soll die Lücke durch ein Provisorium geschlossen werden. Zur Befestigung des Provisoriums liegen uns zwei Empfehlungen vor:
Variante A: einseitige Befestigung des Provisoriums an 21 Variante B: beidseitige Befestigung des Provisoriums an 12 und 21.
Welche Erfahrungen haben Sie mit den Befestigungsvarianten? Welche Materialien sollte man (auf keinen Fall) verwenden? Worauf sollte man sonst noch achten?
Vielen Dank im Voraus Dente Mancante
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Re:Befestigung eines Provisoriums Beitrag vom 26.01.2011, 13:02 Uhr
hallo, für ein provisorium gibt es 2 möglichkeiten: fest oder herausnehmbar ich gehe mal davon aus, dass es sich bei der planung um ein festes provisorium handelt (marylandbrücke, klebebrücke). hiewr würde ich eine möglichst sicher anheftung empfehlen, da es sonst noch häufiger zu lockerungen kommen kann. oder sollen zähne beschliffen (für eine krone) werden? gruß b. zahedi
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Re:Befestigung eines Provisoriums Beitrag vom 28.01.2011, 09:48 Uhr
Hallo,
vielen Dank für die Antwort.
Unsere Planung sieht ein festes Provisorium in Form einer Klebebrücke vor. Ein Beschleifen der vorhandenen Zähne soll möglichst vermieden werden. Eventuell muss an der Rückseite ein wenig Platz für den Flügel geschaffen werden.
Nach unserem Kenntnisstand existieren ein- und zweiflügelige Klebebrücken. Zur Zeit tendieren wir zur einflügeligen Variante. Die Klebebrücke, die den 11 ersetzt, soll am 21 befestigt werden.
Ist diese Variante stabil genug oder belastet die einflügelige Klebebrücke den Pfeilerzahn zu stark? Aus welchem Material sollte die Klebebrücke hergestellt werden?
Vielen Dank Dente Mancante
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Re:Befestigung eines Provisoriums Beitrag vom 30.01.2011, 23:25 Uhr
Hallo,
die provisorische Versorgung sollte mindestens bis zum 18.Lbsj. dauern um das Wachstum des Kiefers abzuwarten. Diese Zeit brauchen sie auch, s.u.: Die Festigkeit von Klebebrücken hängt massgeblich von der Beweglichkeit der Pfeilerzähne ab. Bei stark beweglichen Pfeilern wie bei Ihren Kind sollte nur 1Flügel geklebt werden, da die Klebung sonst dauernd an einer Seite bricht. Mein Tip wäre dazu Zahn 21 schon wegen der Symmetrie. Wenn entsprechend der Bisslage an der Hinterfläche genügend Platz ist empfehle ich Ihnen z.B. ein Keramikflügel mit einem Anhänger (z.B. CEREC 3D oder auch Preskeramik). Wenn eine schonende Präparation in Form von Retetionsrillen vorgenommen wird haben Sie gute Erfolgsaussichten. Ich habe Klebebrücken vor der Zeit der Implantologie eingesetzt, die heute noch bestens halten (>16 Jahre) Die Retentionsrillen könnten später einfach mittels Kompositfüllung geschlossen werden.
Wenn aber sowieso die gesamte Front noch geschient werden muss könnte der künstliche Zahn auch an der Schiene angebrachte werden. Bekommt das Kind noch eine Zahnspange? Übrigens glaube ich nicht, daß replantierte Zähne wieder intakte Nerven bekommen, sorry... im besten Fall werden diese nur langsam resorbiert, was von der Beschädigung der Wurzelhaut abhängt und deshalb brauchen sie Zeit verstehen Sie? Denken Sie auch daran Ihrem Kind ein Gebißschutz zu verpassen (z.B. von Dr.Hinz) wenn er Kontaktsportarten ausübt! Erzählen Sie doch wie es weitergeht!
Gruss Dr. Thilo Fechtig / Kreis Waldshut / Süddeutschland
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