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Knochenersatzmaterial oder eigener Knochen? Beitrag vom 03.02.2003, 19:31 Uhr
Guten Abend,
zunächst einmal möchte ich allen, die an diesen äußerst informativen und sehr durchdachten Seiten mitgearbeitet haben gratulieren. Gratulation auch an die Ärzte, die uns unsicheren und wissensdurstigen Patienten kompetent mit Ratschlägen zur Seite stehen. Trotz zahlreicher Informationen, die ich dem Forum bereits entnommen habe benötige ich nun auch eine Information. Ich leide unter einer Parodontitis, wobei laut Aussage der behandelnden Zahnärzte einer Implantation nichts mehr im Wege steht. Mich würde interessieren ob es sinnvoller ist (da im OK ein Sinuslifting gemacht werden muss) eigenen Knochen einzubringen, z.B. aus dem Becken oder auf Knochenersatzmaterial zurückzugreifen? Wie aufwendig ist eine OP bei der eigener Knochen entnommen wird, wie kostspielig und wie erfolgversprechend ist sie? Für die Beantwortung meiner Fragen wäre ich sehr dankbar.
Gruß natascha
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Re: Knochenersatzmaterial oder eigener Knochen? Beitrag vom 05.02.2003, 12:55 Uhr
Hallo! die Frage ist m.E. in dieser Allgemeinheit nicht zu beantworten. Im einen Fall ist der eigene Knochen vorzuziehen, im anderen Fall das Knochenersatzmaterial. Hier spielt das Ausmaß des aufzubauendes Knochens die entscheidende Rolle. Erfolgversprechend sind beide Verfahren gleichermaßen, aber eben jeweils nur bei der richtigen Indikation (wenn es angebracht ist). Gruß D. Küster
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Re: Knochenersatzmaterial oder eigener Knochen? Beitrag vom 06.02.2003, 14:04 Uhr
Hallo, reines Knochenersatzmaterial sollte man nur bei sehr kleinen, 3-wandig von Knochen umgebenen Defekten einsetzen. Gut bewährt hat sich eine Mischung 50/50 aus Knochenersatzmaterial und eigenem Knochen, der sich bei der Implantatbohrung oder an anderer Stelle im Kiefer (z.B. Kinnbereich) gewinnen läßt. Hiermit kann man auch größere Defekte erfolgreich auffüllen. Belastbar dann nach etwa 9-12 Monaten. Gruß B. Zahedi
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Re: Knochenersatzmaterial oder eigener Knochen? Beitrag vom 06.02.2003, 20:41 Uhr
Hallo,
das sehe ich genauso. Eine Mischung aus Eigenknochen und Knochenersatzmaterial sollte es schon sein; das Mischungsverhältnis sollte dann zwischen 30-50% KEM und Eigenknochen sein. Die Knochenentnahme ist chirurgisch kein Problem, nachteilig ist jedoch die zweite OP-Stelle. Wenn immer möglich sollte eigenknochen vom Kieferbereich bevorzugt werden, da die Qualität besser ist als diejenige vom Becken. Es kommt jedoch ganz auf den Umfang des Knochenaufbaus an. In manchen Fällen muss man ans Becken herangehen.
Viel Erfolg
Dr. Cacaci
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Re: Knochenersatzmaterial oder eigener Knochen? Beitrag vom 08.02.2003, 16:25 Uhr
Vielen herzlichen Dank! Ich habe inzwischen von dem Chirurgen, der mir die Implantate einsetzen wird, erfahren, dass er bovines Material zur Augmentation einbringen wird, ohne Vermischung mit eigenem Knochen, jetzt bin ich etwas verunsichert. Haben Sie mit bovinem Material schon positive bzw. negative Erfahrungen gemacht, die Sie mir vielleicht mitteilen können? Gruß Natascha
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Re: Knochenersatzmaterial oder eigener Knochen? Beitrag vom 09.02.2003, 09:05 Uhr
Halli Natascha, das bovine Material (Bio Oss - Geistlich Pharama) ist sicherlich das am längsten und ausführlichsten dokumentierte Knochenersatzmaterail. Es ist völlig unbedenklich und in seinen Eigenschaften als Ersatzmaterial sehr gut geeignet. Weitere Infos unter http://www.geistlich.de/biomaterials/de/index.htmlGrüße Dr. Cacaci
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Re: Knochenersatzmaterial oder eigener Knochen? Beitrag vom 09.02.2003, 20:49 Uhr
Hallo Herr Dr. Cacaci,
ich danke Ihnen für die schnelle Antwort und für den Link, aus dem ich hilfreiche Informationen entnehmen konnte. Grüße Natascha
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