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THEMA: Knochenaufbau _ Zeitpunkt verpasst?
 
Knochenaufbau _ Zeitpunkt verpasst?
Beitrag vom 18.09.2011, 22:52 Uhr

 
von lenavandijk
Expert Boarder
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Ich mal wieder... Und ich hoffe ganz doll, dass sich hier auch die Ärzte äußern. Es geht um die Frage, ob bei mir unwiderruflich der richtige Zeitpunkt für den Kieferknochenaufbau mit künstlichem Knochenmaterial verpasst wurde!

Vorgeschichte:
Mir wurden vor sechs Monaten die Zähne gezogen.
Im OK habe ich jetzt noch 3 Zähne. Der Kieferknochen ist in schlechtem bis sehr schlechten Zustand. Langzeitziel war eine eine abnehmbare Teleskopprothese. Allerdings sollten erst einmal diverse Entzündungen ausheilen.

Im UK wurden die Zähne 45/46/47 entfernt. Hier waren Implantate und fester Ersatz geplant.

Das Ziehen hat fünf Stunden (unter Vollnarkose) gedauert! Angeblich wurden die "Zahntaschen" (alveolar?) erhalten, deshalb der Zeitaufwand.

Knochenaufbau mit Beckenkammentnahme wollte ich nicht. Lieber nur wenige Implantate mit Aufbau mit künstlichem Knochenmaterial.

Nun meine Frage: Zu welchem Zeitpunkt sollte das künstliche Knochenmaterial in den Kiefer eingebracht werden?

Wäre für fachkundige Einschätzungen sehr dankbar!
Lena
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Re:Knochenaufbau _ Zeitpunkt verpasst?
Beitrag vom 20.09.2011, 13:04 Uhr

 
hallo,
sobald ein bereich entzündungsfrei ist, kann ein knochenaufbau erfolgen. allerdings sollte ein gesamtkonzept hierzu mit der implantatplanung erfolgen. zu früh kann auch erneuten abbau bedeuten.
5 stunde zähne-ziehen kann ich aber beim besten willen nicht nachvollziehen.
gruß
b. zahedi
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Re:Knochenaufbau _ Zeitpunkt verpasst?
Beitrag vom 20.09.2011, 22:51 Uhr

 
von lenavandijk
Expert Boarder
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Danke, Herr Dr. Zahedi, für die Antwort! Ich hab' heute noch mal in der Rechnung nachgesehen: Berechnet wurden "nur" mindestens dreieinhalb Stunden Narkose (1. Inkjetion >30 Min, plus 6 x 30 weitere Minuten).
Die Zähne im OK waren komplett mit Kronen und Brücken und 2 x Geschiebe versehen - allerdings kamen sie einem eigentlich auch schon "freiwillig entgegen".
Im OK waren in der Tat viele Entzündungsherde (Parodontitis), im UK nicht.

Natürlich gab es ein Konzept, das allerdings abgeändert wurde, weil ich keine Beckenkammentnahme, sondern "nur" einen Aufbau mit künstlichem Material wollte (auch wenn das Einbußen und abnehmbaren Ersatz bedeutete).
Offenbar ist dieses "Konzept" aber... tja... in Vergessenheit geraten...?
Plötzlich wurde mir mitgeteilt, dass im OK "vielleicht ein, zwei Implantate", im UK GAR KEINS möglich seien.
Daraufhin habe ich mir eine Zweimeinung eingeholt.
Dieser Implantologe offenbarte mir nun, dass 1. die Chance auf einen ersten Knochenaufbau mit künstlichem Material direkt nach dem Ziehen vertan wurde, 2. unter anderen Umständen der Knochen im UK noch auf das selbe Maß wie der übrige UK-Knochen hätte erreicht werden können, und 3. dass eine Zahnwurzelbehandlung im OK (ich habe noch drei Zähne) ungenügend ausgeführt wurde und der Zahn besser entfernt würde.

Nun steh ich da: Vorher bestmöglich informiert, in einer Großstadt mehrere "Experten" befragt, für den vermeindlich "Besten" entschieden - und weiß nicht, ob ich je noch wieder halbwegs normal werde essen können .

Um es milde auszudrücken: Ich bin schwer verunsichert - und mit den Nerven gerad ziemlich am Ende.

Hätten Sie oder Ihre Kollegen vielleicht noch einen Rat?

LG lena
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