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THEMA: Infektion nach Implantation - weiteres Vorgehen?
 
Infektion nach Implantation - weiteres Vorgehen?
Beitrag vom 06.04.2008, 15:26 Uhr

 
von Gerd
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Geburtstag:
Guten Tag,

ich möchte hier gerne einmal meinen Behandlungsverlauf schildern und andere Meinungen dazu hören:
Vor 1 Jahr bekam ich im OK re. einen Sinuslift mit gleichzeitiger Implantation zweier Titanimplantate im Bereich der beiden letzten Zähne im OK re. In gleicher Sitzung erhielt ich einen Knochenaufbau im UK im Eckzahnbereich. Postoperativ kam es an allen Wunden zur Infektion und im Bereich des OK zur Abszess-Bildung. Es folgten mehrere Anschlußrevisionen: Abszeßeröffnung, Nekroseabtragungen, neues Vernähen der Wunde über dem Knochentransplantat, welches nun freilag. Auch diese erneute Deckung des Knochentransplantates brachte nichts. Ein halbes Jahr später stieß sich das Knochenimplantat von selbst ab.
Seit der 1. Operation hatte ich das Gefühl, daß sich beim Naseputzen eitriges Sekret in den Mund entleerte. Mein ZMK-Chirurg ist immer großzügig darüberhinweggegangen und sagte mir, ich dürfe die Nase ohnehin nicht schneuzen. Aber so ganz ohne geht es ja nun auch nicht. Irgendwann bildete sich dann auch ein Fistelgang im OK, den ich lange Zeit spülen musste. Dann wuchs aus dem OK eine netzartige Membran heraus, die man jedoch nicht ohne weiteres ganz entfernen konnte. Dies und eine erneute Revision des Fistelganges wurden nochmals in Narkose durchgeführt und zwar im Oktober. Seitdem schien Ruhe einzukehren - nur - ich bekam immer wieder eine ausgeprägte Pansinusitis, die vom HNO-Arzt operativ versorgt werden sollte. Aus diesem Grund fertigte dieser eine CT-Aufnahme mit Schichtung der Kieferhöhlen an. Dabei zeigte sich, daß die Implantate im OK in die freie Kieferhöhle ragen.
Meine Frage ist nun: Was war zuerst da, die Sinusitis oder die Infektion im OK, vielleicht durch versehentliche Eröffnung der Kieferhöhle während des Ersteingriffs bedingt? Und - was ist nun zu tun? Müssen die Implantate wieder heraus (was sehr schwierig sein soll, wie mir mein Arzt sagte, da dabei der ganze OK-Knochen wegbrechen könnte), oder - kann endlich mit dem Aufbau begonnen werden? Zu erwähnen ist noch, daß ich keinerlei Schmerzen im Bereich der Implantate habe und das gesamte Gebiet sieht von außen reizlos aus. Die Implantate sitzen bombenfest. Meine Angst ist, daß sich die ehemalige Fistel, die ja operativ verschlossen wurde, wieder einen Weg gebahnt hat, diesmal über die re Kieferhöhle, was meine rezid. Beschwerden in der rechten Kieferhöhle auch erklären würde. Was ist nun angesagt?
Für evtl. Antworten bzw. Lösungsansätze wäre ich dankbar,
Gerd
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Re: Infektion nach Implantation - weiteres Vorgehen?
Beitrag vom 06.04.2008, 17:23 Uhr

 
Hallo,
es ist ohne direkt postoperative Bilder überhaupt nicht zu entscheiden, ob es eine primäre Perforation beim Eingriff selbst oder durch die nachfolgende Infektion gegeben hat. Es ist möglicherweise auch nicht mehr so entscheidend, da es z.B. rechtlich nur relevant wäre, wenn ein nachweislicher Behandlungsfehler (sehr schwierig bei solchen Eingriffen zu beurteilen) vor läge.
Reizlose gut eingeheilte Implantate, die in die Kieferhöhle ragen, sollte man imho nur dann entfernen, wenn von ihnen eine gesundheitliche Probleme bzw. eine Gefährdung ausgehen.
Das ist in Ihrem Fall (rez. Sinusitis) aber durchaus denkbar. Vielleicht holen Sie sich hierzu noch ein paar Meinungen ein.
B. Zahedi
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Re: Infektion nach Implantation - weiteres Vorgehen?
Beitrag vom 07.04.2008, 20:03 Uhr

 
von Gerd
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Geburtstag:
Sehr geehrter Herr Dr. Zahedi,

ich bedanke mich für Ihren Rat und werde ihm auch folgen. Habe mich schon mal in einer anderen Praxis angemeldet. . .
Nochmals, vielen Dank
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