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THEMA: Implantitis, revidieren - entfernen...?
 
Implantitis, revidieren - entfernen...?
Beitrag vom 16.06.2008, 14:40 Uhr

Hallo, klasse, daß es dieses Forum gibt, so daß man sich wenigstens an einer Stelle etwas näher informieren kann, denn da fühle ich mich als Laie recht alleine, und gerade in den Unikliniken ist die Behandlung oftmals nicht so individuell und beratend, wie dies vielleicht noch beim Hauszahnarzt möglich ist. Im besten Falle.
Lange Rede, kurzer Sinn.... seit ca 6 Jahren sind meine Zähne nun ein Thema: starker Deckbiß, enger Kiefer, ergo enge Zahnstellung, und mit dem Verlust der Backenzähne im rechten Unterkiefer wuchsen meine kieferothopädischen Probleme durch Überlastung noch mehr. Manche ZA trauten sich hier ein Implantat zu, andere nicht - und letztendlich war es ein Professor, der das vornahm. Und davon gleich 2: der 4er, dazwischen der 5er, der am 4er hängt, und das 2. Implantat am 6er, nachdem der Zahn vom Oberkiefer wieder entsprechend gekürzt worden war. Endlich fertiggestellt war alles im Spätjahr letzten Jahres, und ich war unsäglich froh darüber, daß es vollbracht war. Ende Januar bekam ich aus heiterem Himmel Probleme, Vertreter des Profs verordneten Elozyl und spritzten dies auch insgesamt mehrmals. Und somit wurde ich auch wieder entlassen. Und wähnte das Problem somit auch gelöst - erst beim nachlesen hier im Forum wird mir bewußt, daß es sich bei solch einer Entzündung um eine "Zeitbombe" handelt, die doch häufiger auftritt, wenn ich das so nachlese (und nachhöre im Bekanntenkreis). Ich dachte, es hätte sich erledigt, spülte immer brav mit Chlorhexamed und auch sonst wähnte ich mich, mit den erfolgten Maßnahmen in Sicherheit. Es dauerte einige Zeit, eben weil ich mir der Gefahr nicht bewußt war, bis ich ins Stutzen kam und den ZA wieder aufsuchte, der mich dann doch an den Prof verwies, hier gilt natürlich eine entsprechende Wartezeit. Letzte Woche hatte ich endlich den Termin, auch hier: brav erwartet, er guckte rein und sagte, dass da nix zu machen wäre, da die Entzündung schon mind. 4 mm tief ginge. Ich war total baff und hakte nach Optionen, wobei er sich dann schon noch zu der folgenden, nämlich zu revidieren, durchrang. Je länger er sprach, desto mehr gefiel ihm selbst der Gedanke, obwohl er anfänglich sagte, daß da nix zu machen wäre. Ich habe jetzt einfach so ein "willkürliches" Gefühl, wie ich mich entscheiden soll. Ob revidieren oder Implantat entfernen, beides sei ja auch nicht tatsächlich erfolgsversprechend, soll heißen, wie bei dem einem so auch bei dem anderen kann es sich bei einer Re-Implantierung wieder genau so entzünden. Ich bin einfach so verunsichert, denn hier fehlt mir nun wirklich ein Zahnarzt meines Vertrauens (dafür ist so ein Prof einfach zu "busy"...), oder einfach nur background-Information, worauf man die Entscheidungen besser bauen kann. Gibt es hier denn nur die 2 Optionen und ist das eine, zu revidieren, denn tatsächlich eine? So zögerlich er am Anfang davon sprach, um so mehr "verliebte" (hatte ich den Eindruck :-) er sich im Laufe des Kurz-Gesprächs in diese Idee.
Ich solle kurz mal nachdenken und dann gegebenenfalls einen Termin zum revidieren ausmachen. Ich hänge irgendwie jetzt richtig in der Luft, was soll ich eigentlich tun, was ist logisch, was richtiger als anderes, was, wenn ich nix mache (ja, dann fällt es von alleine aus, ich weiß)... - aber das ist mir fast zuviel der Eigenverantwortung... Eine Aufbiß-schiene wurde mir anfang des Jahres noch gemacht, um die Zähne vor der nächtlichen Belastung zu schonen, aber ich hatte das Gefühl, das drückt mir noch stärker auf den 4er, deshalb hab ich die jetzt wieder weg gelassen.
Und von allem abgesehen - das letzte Jahr hat mich zahtechnisch ein Vermögen gekostet.... der Gedanke, daß ein Teil davon umsonst war ist ein furchtbarer. Aber: was kostet denn so ein revidieren, oder das raus-machen, oder das raus-machen und das neue implantieren (kann dann der bereits vorgefertigte Zahn verwendet werden oder alles nochmals neu???)

So, das waren alle Fragen aus meinem etwas verwirrten Kopf - ich hoffe, es ist trotzdem noch nachvollziehbar?!? Über input, informationen jeglicher Art wäre ich echt dankbar, so daß ich mir am Ende keine Vorwürfe machen muß, ganz blauäugig entschieden zu haben.
Ich danke vorab schon mal herzlichst für sämtliche Info...
...und tigere jetzt mal wieder in die Zahnklinik....
Grüße, Barbara
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