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THEMA: Implantationsplanung im Frontzahnbereich
 
Implantationsplanung im Frontzahnbereich
Beitrag vom 15.06.2012, 18:19 Uhr

 
von maree
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Geburtstag:
Vor 22 Jahren (damals war ich 14) hatte ich bei meinem Zahn (22) zweimal eine Wurzelspitzenresektion. Seit 6 Jahren habe ich da nun Stift und Krone. (die Zähne 21 und 12 sind auch schon überkront mit Stift). Beim besagten Zahn (22) wurde nun die Krone locker und ein kleiner Teil der Wurzel (vorne) ist herausgebrochen. Meine Zahnärztin empfiehlt mir nun ein Implantat. Da ich einen Bühnenjob habe und mir die Esthetik im vorderen Bereich natürlich sehr wichtig ist, habe ich Sorge um das Zahnfleisch.

Beim Einholen einer zweiter Meinung wurde mir ein Sofortimplantat geraten, von dem meine Zahnärztin und der Implantologe aber total abrät eben wegen der Gefahr eines Zurückgangs des Zahnfleisches. Ich bin verunsichert, vor allem darüber ob ein Implantat im vorderen Bereich überhaupt die gewünschte Lösung bringt. Eine Teilprothese oder sowas in der Art kann ich mir aber auch nicht wirklich vorstellen...
Ich freue mich über professionelle Stellungnahme bzw. eine dritte Meinung
maree
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Re:Implantationsplanung im Frontzahnbereich
Beitrag vom 16.06.2012, 17:51 Uhr

 
Hallo,
an meiner Uni werden Sofortimplantate gesetzt, wenn als Voraussetzungen erfüllt sind:

- Keine Parodontitis
- Erhalt des Knochenfaches bei der Extraktion des Zahns
- Hohe Primärstabilität des Implantat-Typs

Das Implantat verheilt dann verdeckt (3 bis 6 Monate), eine Sofortbelastung wird abgelehnt. Ich habe dabei noch keinen starken Zahnfleischrückgang während der Einheilphase bis zur endgültigen Versorgung gesehen.
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Re:Implantationsplanung im Frontzahnbereich
Beitrag vom 17.06.2012, 20:30 Uhr

 
Hallo Maree,

bei mir sind Frontzahnimplantate (21 und 22) gesetzt worden. Allerdings mußte bei mir ein Knochenaufbau noch zusätzlich gemacht werden und jetzt seit Freitag bin ich "fertig" und super glücklich! Es sieht besser aus, als ich es mir jemals erhofft hatte. Es sind keine Sofortimplantate, da bei mir großer Knochenabbau stattgefunden hatte, aber einfach nur, damit du nicht nur negatives im Internet liest, dachte ich mir, schreibe ich dir :-)
Also bei mir alles super schick. Aber ich war auch bei einem Zahnarzt, der den Zusatz Msc trägt und sich auf Implantate spezialisiert hat. Habe ich hier mit der Suchfunktion gefunden, einen Termin gemacht und war von der ehrlichen und kompetenten Art gleich begeistert.
Denn gerade im Frontzahnbereich würde ich mich nur auf einen Spezialisten verlassen!

Schöne Grüße
Franzi
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Re:Implantationsplanung im Frontzahnbereich
Beitrag vom 18.06.2012, 13:52 Uhr

 
Guten Tag,
Frontzahnästhetik in der Implantologie ist ein heftig diskutiertes Thema. Insbesondere bei einer hohen Lachlinie und gehobenen Ansprüchen, darf man keine Fehler machen.
Wenn bis vor einigen Jahren das Sofortimplantat als Maß der Dinge galt, ist man mittlerweile deutlich vorsichtiger geworden. Entscheidend sind das primäre Knochenangebot und die Beschaffenheit des Zahnfleisches. Daraus kann ein erfahrener Implantologe recht gut eine Prognose (Knochenaufbau notwendig?) abschätzen.
mfg
Wolff
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Re:Implantationsplanung im Frontzahnbereich
Beitrag vom 27.06.2012, 13:41 Uhr

 
von Gary
Fresh Boarder
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Hallo!

Ich habe mir aufgrund meines eigenen recht hohen ästethischen Anspruches an ein "Lächeln" mit hoher Lachlinie auch lange Zeit Gedanken darüber gemacht, was ich in meinem Fall machen soll. Bei mir ging es um einen Frontzahn, der seit 20 Jahren abgestorben und mehrfach überkront worden war, letztlich aber raus musste. Ich habe mich von meinem ZA zu einem Sofortimplantat überreden lassen und bereue es mittlerweile zutiefst. Erst lief alles planmäßig. Zahn gezogen, Zahnfach erhalten, keine Entzündung, Sofortimplantat rein. Es wurde gleich eine hohe Festigkeit erreicht und nach 4 Monaten kam die Endgültige Krone drauf. Das war 2009 und seitdem habe ich nur Ärger. Mittlerweile 5 neue Kronen und immer noch Druckschmerz nach Belastung und das permanente Gefühl, mein Kiefer möchte das Implantat abstoßen. Insbesondere bei horizontalen Belastungen von innen nach aussen. Ständig gereiztes Zahnfleisch.

Letzlich habe ich mich im Januar zu einem "sog. Spezialisten für Implantologische Eingriffe begeben. dieser stellte fest, dass das gesamte Implantat vorderseitig frei lag. Imp. war aber fest. Daher nachträglicher Knochenaufbau. Jetzt Kontrolle. Knochen hat sich gebildet, aber die ursprünglichen Beschwerden sind nach wie vor da mit dem Nachteil, dass sich jetzt auch das ästhetische Ergebnis deutlich verschlechtert hat, da die Papillen weg sind. Fazit, das ist hier ein Implantatforum und dazu gehört auch das für und wieder darstellen zu dürfen, auch wenn es kritisch ist. Ich möchte Dir auch keine Angst machen. Ich unterstreiche aber deutlich die hier schon gäußerten Meinungen, dass das A und O für einen Erfolg bei diesem Vorhaben ein absoluter Spezialist mit besten Referenzen ist. Ich hatte zweimal Pech und kenne mittlerweile auch mehrere Fälle im unmittlebaren Lebensumfeld, bei denen das Implantat Probleme bereitete oder gar entfernt werden musste. Ich stehe jetzt vor der gleichen Entscheidung. Im Frontzahnbereich würde ich mich wohl nicht wieder für ein Implantat entscheiden.
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Re:Implantationsplanung im Frontzahnbereich
Beitrag vom 27.06.2012, 16:20 Uhr

 
von Hilda
Expert Boarder
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Ich bin auch zunehmend skeptischer gegenüber Implantaten als ich es einmal war.Ich frage mich, wie diese Statistiken zustandegekommen sind. Demnach hat man fast einen 100 % Erfolg über 10 Jahre.
Ein Erfolg wäre für mich aber, dass es schmerzfrei ist uns voll belastet werden kann.
Absolute Pflicht ist es, zu einem Könner zu gehen, schief gehen kann trotzdem immer noch etwas .
Auch meine Situation ist verworren. Ich bekam auch nachträglich Knochenmembranen auf die Wangenseite gesetzt und 1 Implantat musste entfernt werden, weil es in unbrauchbarer Position stand.( ohne jeden Abstand zum Nebenimplantat).
Hilda
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Re:Implantationsplanung im Frontzahnbereich
Beitrag vom 27.06.2012, 18:49 Uhr

 
von Gary
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Geburtstag:
Mir sagte einmal ein HNO-Arzt, dass mit dem Fortschritt der Implatologie eine regelrechte Goldgräberstimmung ausgebrochen ist. Mein langjähriger ZA, zu dem ich absolutes Vertrauen hatte sagte über Jahre, dass im 21 Jhd. nahezu keine Zähne mehr gezogen werden müssen....dann hat er plötzlich auch implantologische Leistungen angeboten und jeder Routine-Termin beinhaltete auch immer den Überredungsversuch, den überkronten und viele Jahre toten Frontschneidezahn zu entfernen. Irgendwann gab ich nach. Ich bereue diesen Tag. Ich bin seitdem keinen Tag mehr Beschwerdefrei und scheinbar niemand kann helfen. Im Gegenteil, nachdem verschiedene ZA die Standard-Untersuchungen durchführten und dabei nichts auffälliges zu sehen ist, ist man sogar noch hypochendrisch veranlagt.
Mittlerweile ist in dieser großen Stadt wohl auch kaum noch einen ZA finden, der diese Leistung nicht auch anbietet. Damit besteht leider auch immer die latente Gefahr, ein "lukrativer" Auftrag zu sein. Das ist sehr schade, denn gerade ZA ist absolute Vertrauenssache!

Haben sie sich nach der Entfernung für ein erneutes Implantat entschieden und sind sie mit dem zweiten Versuch zufrieden?
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Re:Implantationsplanung im Frontzahnbereich
Beitrag vom 27.06.2012, 19:16 Uhr

 
von Gary
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Geburtstag:
Hat der erneute Versuch bei Ihnen geklappt oder haben sie sich gar nicht mehr für ein Implantat entschieden?

Ich habe nach diesem einmaligen Versuch und den mittlerweile doch zahlreichen Fällen, in denen Probleme bei Menschen meines Lebensumfeldes auftraten den Mut in diese "fortschrittliche" Behandlungsmethode verloren. Ich lebe seit 3 Jahren mit fast täglichen Beschwerden, war mittlerweile bei vielen ZA, habe mir sogar noch eine weitere Zahn OP zugemutet und keiner ist in der Lage zu helfen. Nach den anfänglichen Untersuchungen heißt es stets, es ist alles i.O. Auch die OP sollte Abhilfe schaffen, hat sie aber nicht. Selbst das Entfernen gegen den ausdrücklichen ärztlichen Rat in nicht so schnell entschieden, da es ästhetisch vermutlich alles nur noch schlimmer wird.

Ich würde am liebsten zu einem ZA gehen, der implantologische Leistungen gar nicht anbietet um der (wie ein HNO-Arzt mal zu mir sagte) Goldgräberstimmung zu entgehen....
Da findet man aber leider kaum noch einen.
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Re:Implantationsplanung im Frontzahnbereich
Beitrag vom 27.06.2012, 22:36 Uhr

 
von Hilda
Expert Boarder
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Meine Behandlungen sind noch nicht abgeschlossen und die Ursache für einen bestimmten Schmerz ist noch nicht gefunden. Es könnte auch ein Zahn sein.
Meine Siuation ist verworren. Probleme habe ich in einer Oberkieferhälfte. Dort wurde wegen Schmerzen im hinteren Kieferbereich der unschuldige Weisheitszahn gezogen. Erst nach Ausfall des Implantates in Pos 6 ( Zahn 7 fehlt) waren die seltsamen Schmerzen im hinteren Kieferteil wie weggezaubert.
Ein weiterer Zahn wurde wegen unklarer Schmerzen gezogen und gleich ein Implantat gesetzt.Endlich hatte ich mehr Zeit und wechselte zum Kieferchirurgen.
Der entdeckte die Periimplantitis da und dort, den Pfusch bei den Positionen (4 und 5 ohne Abstand gesetzt, kein Knochen an Wangenseite).Dieses eine Implantatin Pos 5 musste entfernt werden.
Es ist schlimm, was ich gerade dort mitmache, wo ich Implantate habe, und ich habe vermutlich deshalb 2 intakte Zähne verloren.Es ist alles noch im Laufen. Ich gehe daneben zu einem normalen Zahnarzt, dem ich jetzt erklärt habe, dass an die Implantate kein Zahnarzt mehr herangelassen wird, denn derjenige bietet diesen Service natürlich auch an.So kommt er auch nicht in einen Interessenskonflikt( Zahn ist einem Implantat im Weg)
Ich habe eine Bekannte, die seit 12 Jahren den ganzen Oberkiefer voll mit Implant. hat und alles ist bestens.Das ist also auch möglich.Meine Geschichte spielt in Wien, vielleicht sind Sie auch von dort.
Hilda
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Re:Implantationsplanung im Frontzahnbereich
Beitrag vom 09.07.2012, 21:42 Uhr

 
von Anna
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Geburtstag:
Franzi70 schrieb:
Hallo Maree,

bei mir sind Frontzahnimplantate (21 und 22) gesetzt worden. Allerdings mußte bei mir ein Knochenaufbau noch zusätzlich gemacht werden und jetzt seit Freitag bin ich "fertig" und super glücklich! Es sieht besser aus, als ich es mir jemals erhofft hatte. Es sind keine Sofortimplantate, da bei mir großer Knochenabbau stattgefunden hatte, aber einfach nur, damit du nicht nur negatives im Internet liest, dachte ich mir, schreibe ich dir :-)
Also bei mir alles super schick. Aber ich war auch bei einem Zahnarzt, der den Zusatz Msc trägt und sich auf Implantate spezialisiert hat. Habe ich hier mit der Suchfunktion gefunden, einen Termin gemacht und war von der ehrlichen und kompetenten Art gleich begeistert.
Denn gerade im Frontzahnbereich würde ich mich nur auf einen Spezialisten verlassen!

Schöne Grüße
Franzi


Hallo Franzi, habe eben Deine sehr positive Nachricht gelesen. Ich werde wahrscheinlich auch Implantate im Frontzahnbereich bekommen. Im Moment bin ich auf der Suche nach einem Implantologen, der viel Erfahrung im Frontzahnbereich hat. Es wäre nett, wenn Du mir Deinen Arzt empfehlen könntest (annazab@gmx.net). Danke im Voraus. Anna
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Re:Implantationsplanung im Frontzahnbereich
Beitrag vom 17.07.2012, 13:22 Uhr

 
von Isabel
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Geburtstag:
Hallo maree,

also ich kann Dir nur von dem Beginn meiner Behandlung erzählen. Ich bekommen auch an beiden Frontzähnen Implantate und ich bin auch auf der Bühne jedes Wochenende und hatte Angst, dass die Zeit, bis die Implantate und später die Kronen (ca. 9 Monate) kommen, furchtbar wird, weil man nicht wirklich gut aussieht:(

Also bislang sind nur die Frontzähne extrahiert worden und ich habe ein Provisorium, welches bereits dreimal repariert und eingestellt werden mußte. Damit werde ich nun wohl die nächsten Monate leben müssen. ABER, es sieht zumindest gut aus. Bei mir muß zudem auch ein aufwendiger Knochenaufbau gemacht werden, daher die lange Zeit bis zu den Implantaten und den Kronen.

Eine Alternative wäre eine Brücke gewesen, aber dann hätten nochmals 4 Zähne abgeschliffen werden müssen und das wollte ich nicht.

Ich kann Dich nur dahingehend trösten, dass das Provisorium sehr gut aussieht und seit dem letzten Einstellen (vor 2 Wochen) nun auch sehr gut hält. Dass ich mit Sicherheit einmal im Monat zum Einstellen zum Labor gehen muß, wird wohl nicht ausbleiben. Aber ich denke, es ist besser die langwierigere Lösung zu wählen als einen Schnellschuß zu wagen. Ich hoffe, dass ich in einem Jahr darüber lachen kann und das Ergebnis toll ist ....wie gesagt, das hoffe ich. Wenn ich hier manche Beiträge lese, bekomme ich Angst und verliere die Zuversicht. Aber ich hoffe das Beste!

Auf jeden Fall sollte man gerade bei einem Bühnenjob sehen, dass das Ergebnis später (und WENN es ein Jahr dauert!) optimal ist!

Ich drücke Dir (und mir) die Daumen!

Ganz liebe Grüße,
Isabel
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Re:Suche fundierte Fortbildung
11.06.13, 14:50 von msmedia
und noch n Gedicht: Sehr geehrte Frau Rothert, im September bietet das Deutsche  (weiter...)

Re:Suche fundierte Fortbildung
10.06.13, 17:19 von msmedia
dann schauen Sie mal auf www.ifzi.de, das ist direkt bei Ihnen in Nürnberg. Dort werden  (weiter...)

Re:Suche fundierte Fortbildung
10.06.13, 16:14 von NewDent
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Die Idee mit der Hospitation klingt sehr gut. Ich  (weiter...)

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