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THEMA: Implantat oder Klebebrücke?
 
Implantat oder Klebebrücke?
Beitrag vom 19.04.2010, 20:42 Uhr

 
von josef
Fresh Boarder
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Hallo,
meine Tochter (26) hat nach einem schweren Sturz eine Fraktur des oberen Schneidezahns, der jetzt provisorisch durch eine Schiene gehalten wird, weil sie in 10 Tagen Examen hat.
Danach erhebt sich die Frage: Implantat oder Klebebrücke? Sie muss ab Mai Bewerbungsgespräche führen. Ist da eine Klebebrücke nicht zunächst sinnvoll? Oder sollte man direkt nach dem Examen mit den Vorbereitungen für ein Implantat beginnen. Aber ist das nicht sehr schmerzhaft? Bedeutet das nicht zahlreiche Zahnarzttermine. Ist man dann nicht sehr beeinträchtigt, z.B. Nahrungsaufnahme.
Danke für Ihren Rat!
josef
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Re:Implantat oder Klebebrücke?
Beitrag vom 19.04.2010, 22:35 Uhr

 
von Lena_dusseldorf
Fresh Boarder
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Hallo Josef,

ist der Zahn schon raus? Oder ist er nur abgebrochen? Denn wenn die Wurzel noch drin ist, besteht die Möglichkeit z.B einen Aufbau auf dem Stift zu machen ohne zu implantieren.
Wenn der Zahn bereits entfernt wurde, müsste man sich natürlich eine Lösung überlegen.

Ich hatte das ähnliche Problem vor 2 Jahren.
Es gibt eine Klebebrücke, sogen. "Maryland-Brücke" die für den Vorderzahnbereich auch gut eeignet ist. Nchteil: Um die Brücke an den Nachbarzähnen festzumachen, müssen diese angeraut, manchmal minimal abgeschliefen werden. Sonst kann die Brücke nicht halten. Auch aneklebt, ist die Brücke nicht stabil und kann beim Abbeißen abgehen.

Man kann als Zwischenlösung ein Kunststoff-Provisorium an die Nachbarzähne kleben lassen. Das hatte ich auch ein paar Monate lang bis zur Implantation. Die ist mir aber ziemlich oft abgefallen und musste immer wieder neu geklebt werden. Aber es ging, ich fand es besser als herausnehmbare Platte.

Die Implantat-Op war überhaupt nicht schlimm. Die Extraktion fand ich viel schlimmer. OP-Dauer: ca. 1 Std mit allem drum herum. Ich hatte einen Sinuslift, ohne den wäre es bestimmt in 30-40 min machbar. Schmerzen hatte ich keine, nur die Backe war ein bisschen geschwollen. Ich war 2 Tage krankgeschrieben, habe fleißig gekühlt und Antibiotika genommen. Nach 10 Tagen wurden die Fäden gezogen, es ging auch. Nach 3 Monaten wurde das Implantat freigelegt und das Zahnfleisch geformt. Danach kam die Krone und fertig.

Was ZA-Termine angeht, war ich 3mal zur Beratung, danach war die OP, danach Fädenziehen. Nach 3 Monaten eine Kontroll-Röntgenaufnahme und Abdrucke für die Krone. Danach Krone anprobieren, ca. Woche Probelaufen. Anschließend festzementieren. Ich denke mal je nach Schwierigkeitsgrad und Verträglichkeit hat man im Durchschnitt 10 bis 15 Termine.

Nahrungsaufnahme war natürlich etwas umständlich, hatte mir einen Sabmixer gekauft und die ersten Tage viele Shakes und Cremesuppen gemacht. Auch Babynahrung kam mir zugute. Aber die Phase hat man max. 5-7 Tage, danach kann man wieder mehr oder weniger normal essen.

Ich bin jetzt froh, mich fürs Implantat entschieden zu haben, und nicht für die Brücke wie mein ZA unbedingt wollte. Bei nur einem fehlendem Zahn ist es eine tolle Lösung.
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