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THEMA: Implantat oder Brücke
 
Implantat oder Brücke
Beitrag vom 15.04.2009, 01:28 Uhr
Letzte Änderung: 15.04.2009, 01:30 von gilbert.

 
von gilbert
Fresh Boarder
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Hallo!

Ich weiß, diese Frage wird sehr oft gestellt, aber irgendwie habe ich noch keine spezifische Antwort für mich herausfiltern können.

Ich hatte heute eine WSR an 3 Zähnen (aua...). Folgendes Szenarion gibt es nun im Linken Unterkiefer:

Der Weisheitszahn ist schon draußen, dann kommt ein plombierter Mahlzahn, der nächste Mahlzahn fehlt wiederum (schon seit gut 2 Jahren) und dann folgt ein plombierter Backenzahn.

An diesem plombierten Backenzahn hatte ich nun unter anderem eine WSR.

Nun hat mein ZA allerdings gemeint, ich sollte die Lücke, die schon seit gut 2 Jahren da ist, schließen, da der letzte Mahlzahn langsam zu kippen droht. Er hat gemeint, er würde eher eine Brückenlösung bevorzugen, da die beiden Zähne neben der Lücke ohnehin nicht mehr intakt seien.

Meine Frage nun: Was aber, wenn die WSR an dem Backenzahn neben der Lücke nicht erfolgreich war und sich das erst in Monaten oder gar erst 1-2 Jahren herausstellt? Dann müsste doch die Brücke erst wieder entfernt werden, da einer der tragenden Zähne dann entfernt werden muss oder? Wäre es nicht klüger, den fehlenden Zahn mittels Implantat zu ersetzen, und falls bei dem anderen Zahn die WSR nicht erfolgreich war (Gott behüte), diesen einfach ziehen und ebenfalls ein Implantat rein?

Ich hoffe, ich habe mich halbwegs verständlich ausgedrückt und bedanke mich jetzt schon für die Antworten!
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Re:Implantat oder Brücke
Beitrag vom 15.04.2009, 17:29 Uhr

 
von Dr. Kai Zwanzig
Zahnarzt und Fachzahnarzt für Oralchirurgie
Gold Boarder
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Geschlecht: männlich Ort: Bielefeld Geburtstag: 1975-06-22
www.praxis-zwanzig.de
Guten Tag,
Ihre Zweifel sind sehr berechtigt und bedingen in unserer Praxis das Konzept. Ein wurzelbehandelter Zahn, der zudem auch noch resiziert ist, ist ganz sicher mit einer fraglichen Prognose zu sehen. Fragliche Zähne sollten nie als strategisch wichtige Pfeiler verwendet werden, was bei einer Brückenversorgung ja der Fall wäre. Natürlich kann man aus finanzielen Gründen bestimmt nicht bei jedem Patienten die Lücken mit Implantaten füllen, dann muss aber das Risiko eines frühzeitigen Verlustes getragen werden. Bei uns werden grundsätzlich alle Wurzelspitzenresektionen mikrochirurgisch unter dem Mikroskop durchgeführt und zusätzlich retrograd (d.h. von der neuen Wurzelspitze aus) nochmals gefüllt. Die Erfolgsquote ist sehr hoch; trotzdem gibt es Misserfolge nach drei Jahren, die im Mittel etwa bei 15% liegen.
Sollte Ihr finanzieller Rahmen also eine Implantation erlauben, dann lassen Sie sich auf jeden Fall die Lücke mittels Implantat schliessen und machen Sie sich unabhängig von den Pfeilerzähnen einer Brücke.

MfG
Dr. Kai Zwanzig
Fachzahnarzt für Oralchirurgie
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Re:Implantat oder Brücke
Beitrag vom 22.04.2009, 13:14 Uhr
Letzte Änderung: 22.04.2009, 13:16 von gilbert.

 
von gilbert
Fresh Boarder
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Lieber Dr. Zwanzig, vielen Dank für Ihre umfassende Antwort, ich werde diesen Rat beherzigen, zumal er ohnehin meine Sichtweise größtenteils bestätigt.


Nun muss ich allerdings nochmal um Hilfe bitten: Die WSRs wurden mittlerweile durchgeführt, auf der linken Seite alles kein Problem, man sieht jetzt (nach 7 Tagen) schon kaum noch, dass überhaupt jemals etwas gewesen ist.

Auf der rechten Seite (2 WSR nebeneinander) ist das leider anders. Anscheinend ist relativ bald nach der OP eine Naht geplatzt, daher war am Zahnansatz stets eine klaffende Lücke des Zahnfleischs - ich war mir aber nicht sicher ob das so sein soll oder nicht, ich wusste ja noch nicht, dass eine Naht offen war, habe es erst 5 Tage später wirklich gesehen.

Nun wurden gestern die Fäden entfernt und inzwischen ist diese Lücke noch größer geworden und geht jetzt vom Zahnansatz (breite Lücke) wie ein Reißverschluss nach unten Richtung Kiefer.

Der ZA meinte aber gestern, das wäre nicht so schlimm. Muss ich mir da wirklich keine Sorgen machen?? Wird das einigermaßen vernünftig Zuheilen oder können da Verwachsungen oder andere Komplikationen entstehen?

Ich hoffe, ich klinge nicht paranoid, aber der Anblick eines Riesenloches im Zahnfleisch ist mir doch sehr unangenehm. (Außerdem möchte ich nach gut 8 Tagen endlich mal wieder was gescheites Essen, seufz...)


Vielen Dank für die Hilfe!


kleines Edit: Hab ganz vergessen, dass das ja eigentlich ein reines Implantologieforum ist... ich hoffe, jemand erbarmt sich meiner trotzdem und kann mich zumindest beruhigen :-(
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