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THEMA: Fragen zum Frontzahnimplantat
 
Fragen zum Frontzahnimplantat
Beitrag vom 18.11.2010, 15:56 Uhr

 
Guten Tag, als Jugendliche sind durch einen Unfall meine beiden Schneidezähne (21 + 22) gelockert worden, die dann durch Metallstifte im Kiefer fixiert wurden. Vor ca. 1 Jahr stellte mein ZA fest, dass sich dieses entzündet hat und empfahl mir, die Zähne entfernen zu lassen und überwies mich zu einen Kieferchirurgen. Die beiden Zähne sind nun seit Frühling diesen Jahres raus und ich trage eine Prothese. Nun soll es an die Endversorgung gehen und dazu habe ich Fragen, die ich mir erhoffe hier gut beantwortet zu bekommen.
Der Kieferchirurg hat in der letzten Woche eine Knochendickemessung vorgenommen und kam auf 4 und 4,2 mm und meinte, dass das ausreichend wäre, um Implis zu setzen. Ich finde meinen stark eingefallenen Kieferknochen nicht schön und befürchte auch, dass die Haltbarkeit der Implis hierdurch nicht so gegeben ist.
Mein ZA, den ich darauf ansprach, er übernimmt auch nach dem setzen der Implis, die Arbeit, würde also Freilegen und die Kronen aufsetzen, sieht nur das Problem der Papillen, die wahrscheinlich nicht so schön sich um die Krone legen werden...
und vielleicht müßten wir dann noch aus dem Gaumen Zahnfleisch verpflanzen, damit das Bild schöner werden würde.
Also aus all dem was mir gesagt wird, komme ich mir vor als ob das End-Resultat noch nicht klar ist und ich zusammen mit meinem ZA gucken muss, ob es gut aussehen kann oder nicht. Mein ZA sagt es zwar so nicht, aber mir scheint, dass ihm eine Lösung mit einer Brücke lieber wäre.
Ich weiß nun nicht, ob ich die falschen Ärzte habe oder ob dieses Problem (man weiß nicht wie es hinterher aussieht) auch bei jedem anderen Arzt hätte, da die Knochendicke nicht so gegeben ist.
Sind Sie bitte so lieb und geben mir eine Antwort?
Liebe Grüße
Tanja
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Re:Fragen zum Frontzahnimplantat
Beitrag vom 18.11.2010, 20:24 Uhr

 
von Dr.Thilo Fechtig
Platinum Boarder
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Geschlecht: männlich Ort: Süddeutschland/Schweizer Grenze Geburtstag: 1965-03-11
www.dr-fechtig.de
Hallo Tanja

Grundsätzlich besteht das gleiche Problem des eingefallenen Kieferkammes doch auch bei einer konventionellen Brücke, da dann die Brückenglieder, also 21,22 unnatürlich lang werden, und im schlimmsten Fall unsymmetrisch groß wirken im Gegensatz zur Gegenseite. Klar würde der Zahnarzt lieber die Nachbarzähne beschleifen, da er dann auch dort die Möglichkeit hat sie "anzupassen", mit allen Konsequenzen für diese Zähne!
Es ist sehr anspruchsvoll im Frontzahnbereich einen Zahnersatz anzufertigen und es ist eine Grundsatz-entscheidung, ob mit Implantaten oder mit einer Brücke:
Pro-Brücke:
>schneller; einfacher; günstiger; änderbar;
Contra-Brücke:
>gesunde Zähne werden beschliffen; unnatürliche Ränder?; Absterben der Pfeilerzähne?
Pro-Implantat:
>nur in der Problemregion wird gearbeitet, Nachbarzähne bleiben intakt; fester Halt der Zähne; sehr lange Lebensdauer;
Contra-Implantat:
lange Behandlungsdauer; lange provisorische Phase; Kosten; evtl. mehrere kleine operative Eingriffe nötig;

Noch zu der Knochenbreite: Besser ist es natürlich einen schönen breiten Knochen zu haben, als auf den letzten 10tel mm zu rechnen... und da hilft halt nur ein Knochenaufbau vor den Implantaten oder der Brücke!

Hoffentllich konnte ich helfen..
Gruss
Thilo Fechtig
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