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THEMA: Behandlung von Entzündungsherden
 
Behandlung von Entzündungsherden
Beitrag vom 25.10.2009, 19:15 Uhr

 
von Babsi
Fresh Boarder
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Hallo!
Im Vorfeld zum Einsatz von Teleskopkronen in beiden Kiefern sind an einigen (wurzelkanal- bzw. WSR-behandelten ) Zähnen Entzündungsherde und Zysten festgestellt worden. Diese sind wohl u. a. durch unvollständige Wurzelfüllungen entstanden, die mein damaliger Zahnarzt vor Jahren vorgenommen hat.
Am liebsten würde ich mir im OK, wo die meisten Herde sind, (a) die befallenen bzw. (b) alle Zähne ziehen lassen, da mir dies nach meiner vorherigen langjährigen Entzündungsgeschichte als beste Lösung erscheint.
Im Falle von (a) hätte ich im OK aber wohl nur noch zwei Zähne für die Befestigung der Teleskopkrone, die meines Wissens beide auch schon wurzelbehandelt wurden. (Im Laufe der Jahre habe ich da echt den Überblick verloren.)
Im Falle von (b) muss ich hinzufügen, dass seit der Extraktion von 1-6 und 1-7 vor mehreren Jahren ca. 1 cm Kieferknochen fehlt. Lt. Aussage meines neuen Zahnarztes würde eine Vollprothese daher nicht halten. Kann so ein großes Stück Knochen wieder aufgebaut werden und wenn ja, welches ist die beste Methode dafür?
Eine weitere Frage: wenn die wurzelbehandelten und derzeit von Herden befallenen Zähne als Pfeiler für die Teleskopkronen erhalten werden sollen, ist dann eine WSR einer Wurzelfüllung vorzuziehen oder geht dies beides Hand in Hand?
Macht die teure Teleskopkronenversorgung überhaupt Sinn, wenn diese auf wurzelbehandelten Zähnen aufbaut?
In der Hoffnung auf eine Antwort von Dr. Zwanzig sage ich schon jetzt vielen Dank,
Babsi
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Re:Behandlung von Entzündungsherden
Beitrag vom 26.10.2009, 00:02 Uhr

 
von Dr. Kai Zwanzig
Zahnarzt und Fachzahnarzt für Oralchirurgie
Gold Boarder
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Geschlecht: männlich Ort: Bielefeld Geburtstag: 1975-06-22
www.praxis-zwanzig.de
Guten Tag,
Implantate sind toll, da sind wir uns alle einig, aber ich persönlich gebe immer dem natürlichen Zahn den Vorzug. Und das aus dem Munde eines Chirurgen!
Leider ist Ihre geschilderte Problematik ja kein Einzelfall, da sich die wenigsten ZÄ wirklich Mühe geben bei der Wurzelbehandlung. Diese Zähne werden oft zu richtigen Problemen und müssen im schlimmsten Fall sogar entfernt werden. Wurzelspitzenresektionen helfen auch nur bei optimal wurzelgefüllten Zähnen, da die Probleme durch ein bakterienkontaminiertes Kanalsystem samt Wurzelfüllung existieren, wo auch die WSR keine Abhilfe schafft. Zudem sollte eine WSR auch nur dann durchgeführt werden, wenn gleichzeitig eine retrograde Füllung, d.h. nach Abtrennen der Wurzelspitze die Aufbereitung des Kanals von unten mit anschließender Füllung mit MTA, durchgeführt wird. Alles andere ist kalter Kaffee!!!!
Die Zahnmedizin spezialisiert sich seit einigen Jahren zusehens, was gut ist. So gibt es auch für Wurzelbehandlungen mittlerweile immer mehr Spezialisten, zu denen ich auch meine Patienten schicke, da die Qualität der Behandlung einfach um ein vielfaches gesteigert wird. Ist ja auch logisch, dass der Endo-Spezialist das auch viel besser kann, da er den ganzen Tag nichts anderes macht. Die Kollegen benutzen ein Mikroskop, was in meinen Augen auch dringend für eine solche Behandlung erforderlich ist. Der Nachteil ist, dass eine solche Behandlung natürlich Geld kostet, die Sie komplett privat bezahlen müssen. Sie müssen also entscheiden, wie wichtig Ihnen der Erhalt Ihrer Zähne ist, aber es gibt halt nichts besseres als den eigenen Zahn! Um Ihnen mal eine ungefähre Vorstellung zu geben, ein solcher Spezialist sitzt ungefähr 3-5 Stunden an einem Backenzahn mit vier Kanälen. Die braucht es aber auch, um eine gute Wurzelbehandlung durchzuführen. Die Kosten variieren zwischen 1500-2000 Euro pro Zahn. Ist es aber auch wert und in meinen Augen jederzeit einem Implantat vorzuziehen.
Knochendefekte kann man immer aufbauen, auch da gibt es mittlerwele keine Limits. Das gehört dann wieder zu meinen Spezialitäten, wenn der Zahn dann doch raus muss, denn manchmal kann man einfach auch mit den besten Methoden nichts ausrichen.
MfG
Dr. Kai Zwanzig
Spezialist Implantologie
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Wußten Sie schon, dass...

man beim Fehlen der hinteren Zähne einer Zahnreihe von einer Freiend-Situation spricht? Da nach hinten hin keine eigene Zähne vorhanden sind, ist auch ein fester Zahnersatz durch eine Brücke nicht mehr möglich. Hier besteht allerdings durch den Einsatz von Implantaten die Möglichkeit, eine herausnehmbare Prothese zu vermeiden und auf festen Zähnen zu beissen. Mehr im Kapitel Zahnersatz-Alternatven.

 
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Re:unbekanntes Implantatsystem
06.02.12, 17:50 von Borrmann
Glaube ich auch, 3i mit Goldschraube. Gruss Borrmann

Re:unbekanntes Implantatsystem
06.02.12, 15:14 von dr.baetcher
Könnte Biomed 3i sein?

unbekanntes Implantatsystem
06.02.12, 15:09 von zahnkett
Hallo zusammen! brauche Hilfe bei der Identifikation des Implantatsystem! Über eure Hilfe würde ich mich  (weiter...)

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