Festzuschüsse für Zahnersatz ab 2005 stehen fest

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die Höhe der Festzuschüsse für die Versorgung mit Zahnersatz und Suprakonstruktionen in seiner Sitzung vom 3. November festgelegt. Da die Festzuschüsse auch für ein {lex}Zahnimplantat{/lex} gelten, wird mit einem Boom in der Implantologie gerechnet.

 

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die Höhe der Festzuschüsse für die

Versorgung mit Zahnersatz und Suprakonstruktionen in seiner Sitzung vom

3. November festgelegt. Für die Bekanntgabe dieser Festzuschüsse hat

der Gesetzgeber eine Frist bis zum 30. November 2004 gesetzt.


Damit hat die Gemeinsame Selbstverwaltung die wichtigste Voraussetzung

geschaffen, um zum 1. Januar 2005 das befundbezogene

Festzuschuss-System in der prothetischen Versorgung fristgerecht

einführen zu können.


Die Preise für die zahnärztlichen und zahntechnischen Regelleistungen,

die den Befunden zugeordnet sind, wurden zuvor von den Spitzenverbänden

mit den Organisationen der Zahnärzte und Zahntechnikern vereinbart.



Ab 2005 zahlen die Krankenkassen im Rahmen der zahnärztlichen

Versorgung für Zahnersatz (Kronen, Brücken, Prothesen) einen klar

kalkulierbaren, festgelegten Betrag. Dieser sogenannte "befundbezogene

Festzuschuss" ist ein Erstattungsbetrag der Krankenkasse, der sich am

konkreten Befund (z. B. ein fehlender Zahn im Unterkiefer) orientiert.

Das bedeutet: Alle Versicherten bekommen bei gleichem Befund den

gleichen Betrag von ihrer Kasse erstattet. Bislang beteiligt sich die

Kasse prozentual an den Kosten beim Zahnersatz. Je nach Zahnarzt und

gewählter Versorgungsform konnte die Rechnung bei verschiedenen

Versicherten – obwohl der Befund exakt der Gleiche war –

unterschiedlich ausfallen.



Die neuen Festzuschüsse werden wie bisher im Durchschnitt mindestens 50

Prozent der Kosten für die Regelversorgungsleistungen abdecken. Weichen

die dem Befund zugeordneten Regelversorgungsleistungen von den

tatsächlich erbrachten Leistungen ab, können Mehrkosten entstehen, die

ausschließlich der Versicherte zu tragen hat. Wünscht beispielsweise

der Versicherte bei einem Befund, für den eine herausnehmbare

Versorgung als Regelversorgung vorgesehen ist, eine Brückenversorgung,

sind die daraus resultierenden Mehrkosten vom Versicherten zu

übernehmen.



Bei regelmäßiger Vorsorge gibt es auch in Zukunft einen Bonus auf den

Festzuschuss. Der Bonus entspricht in etwa dem bisherigen Bonus, wenn

in den letzten fünf bzw. zehn Jahren mindestens ein Zahnarztbesuch pro

Jahr nachgewiesen wird.



Die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen betonen, dass durch

die Neuregelung das bisher hohe Leistungsniveau im Bereich des

Zahnersatzes erhalten worden sei. Die festgeschriebene Regelversorgung

entspräche weitgehend der heutigen Versorgung. Die Patienten würden

nicht gezwungen sein, in eine teurere Versorgung auszuweichen.


Download Liste der befundorientierten Festzuschüsse (pdf)




Federführend für die Veröffentlichung:

AOK-Bundesverband, Bonn, 05.11.2004

Kortrijker Straße 1, 53177 Bonn

Telefon: 0228 843-309 (Udo Barske, Presse)

Fax: 0228 843-507,



www.gkv.info/media/Pressemitteilungen/Zahnfestzuschuesse03112004.pdf

 

Letzte Aktualisierung am Dienstag, 30. November 1999
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