Abstracts
| Dünne Implantate: Das Therapiespektrum der Implantologie erweitern |
|
|
|
|
|
Lässt sich durch den Einsatz dünner Implantate bei Patienten mit stark geschrumpften Kieferknochen ein operativer Knochenaufbau vermeiden? Darüber diskutieren die Experten auf dem 25. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Implantologie, der vom 24.-26. November in Dresden stattfindet. »Es ist unser Ziel, eine implantatprothetische Versorgung auch jenen Patientinnen und Patienten anzubieten, die keinen größeren Knochenaufbau (Augmentation) haben können oder wollen, oder bei denen solche Eingriffe nicht möglich sind.« So beschreibt Prof. Dr. Dr. Balil Al Nawas von der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Universität Mainz, die Bemühungen, das therapeutische Spektrum der Implantologie auszuweiten. Nachteil: Bruchgefahr. Der Nachteil liegt in der erhöhten Bruchgefahr der Implantate. Die Sprödigkeit des Werkstoffs Titan scheint dabei eine Rolle zu spielen. Wie Al Nawas berichtet, gibt es leider bislang nur wenige klinische Studien mit den dünnen Implantaten. »Doch die werden jetzt kommen«, sagt er. Über eine doppelblinde, randomisierte Untersuchung mit 91 Patienten berichtet Al Nawas auch in Dresden. Hier kamen – neben konventionellen Titanwurzeln – dünne Implantate aus einer Titan-Zirkon-Legierung zum Einsatz. Resultat: Die Erfolgsraten waren ein Jahr nach der Behandlung vergleichbar zu den normaldimensionierten Implantaten. Vorteil: Knochenaufbau entfällt. Während normale Implantate einen Durchmesser von 3,5 bis 4,2 Millimeter haben, liegen die durchmesserreduzierten Titanwurzeln zwischen 3 und 3,5 Millimeter. Der Vorteil: In den vorderen Kieferbereichen können diese dünne Implantate selbst dann noch eingesetzt werden, wenn der Kieferknochen normalerweise aufgebaut werden müsste, um ein Implatat aufzunehmen. Als Träger für Backenzähne sind die Dünnen allerdings nicht geeignet. Der Patient muss entscheiden. Doch so lange weitere Studien und vor allem Langzeituntersuchungen fehlen, besprechen wir mit Patienten, die eventuell für eine solche Therapie mit dünnen Implantaten in Frage kommen deren Vor- und Nachteile. Es gilt, den Aufwand eines operativen Knochenaufbaus abzuwägen gegen das technische Risiko, der Bruchgefahr des Implantats.« Über die DGI. Die Deutsche Gesellschaft für Implantologie im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich e.V. (DGI) ist mit über 7500 Mitgliedern – Zahnärzten, Oralchirurgen, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen und Zahntechnikern – die größte Fachgesellschaft im Bereich der Implantologie in Europa. Ihr Markenzeichen ist die enge Kooperation von Praktikern und Hochschullehrern. Deren gemeinsames Ziel ist die schnelle Umsetzung gesicherten Wissens und neuer Erkenntnisse in die Praxis durch ein differenziertes Fortbildungsangebot auf dem Gebiet der Implantologie – zum Nutzen von Patientinnen und Patienten. Mehr Informationen: http://www.dgi-ev.de. |
|
| Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 29. November 2011 ) |
|
|
- Hilfe für Notgebiete: Hilfswerk Deutscher Zahnärzte engagiert sich seit 25 Jahren weltweit
- Telefonische Zahnersatz-Sprechstunde am 22. Mai: Fachleute des Kuratoriums perfekter Zahnersatz geben Auskunft
- Zahnarzt klagte erfolgreich: Arztbewertungsportal muss Userbewertung prüfen
- BARMER GEK Zahnreport 2012: Lücken in der Zahnprophylaxe
- Neuer Therapieansatz gegen Parodontitis gefunden - Protein Del-1 schützt bei altersbedingten Entzündungsprozessen
ÄrzteForum
zum Implantologie-Forum für Ärzte/ZahnärzteRe:Zweiteingriff nach fehlgeschlagenem Sinuslift?
09.05.12, 09:46 von Borrmann
Ich würde jetzt auf Nummer "sicher" gehen. Als aller erstes AUFKLÄREN und DOKUMENTIEREN!! 1. Impl (weiter...)
Zweiteingriff nach fehlgeschlagenem Sinuslift?
08.05.12, 18:45 von ubauer
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, Anfang März berichtete ich von einer Impl.-Lockerung nach ext. (weiter...)
Re:Implantatsystem unbekannt -> Türkei
27.04.12, 15:55 von ZA Albrecht
Moin. Ohne unfreundlich klingen zu wollen - das wusste ich auch schon. Vielleicht frage ich (weiter...)
Aktuelles für ZahnÄrzte
Aktuelle Fachinfos und wissensch. Updates.
|





