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Einheilung und Freilegung der Implantate
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Geschlossene oder offene Einheilung

Wenn das Zahnfleisch nach dem Einsetzen der Implantate wieder über den Implantaten vernäht wurde, spricht man von einer geschlossenen Einheilung. Wenn direkt ein Zahnfleischformer in das eingeschraubt wurde, der sichtbar bleibt, spricht man von offener Einheilung. Bei der geschlossenen Einheilung kann das Implantat von äußeren Einflüssen geschützt in Ruhe einheilen. Bei der offenen Einheilung erspart man sich die der Implantate. Nach Abschluss der Einheilphase kann ohne weiteren operativen Eingriff direkt ein Abdruck genommen werden.
Beide Verfahren haben bei unkomplizierten Fällen (ohne Knochenaufbau) die gleichen Erfolgsraten. Es kann passieren, dass sich das Zahnfleisch bei der geschlossenen Einheilung über den Implantaten wieder ein wenig öffnet, so dass man die Verschlussschrauben sehen kann. Dieses ist – wenn kein gemacht wurde – völlig harmlos. Dieser Bereich sollte allerdings gut mit der Zahnbürste gepflegt werden, in vielen Fällen empfiehlt sich dann der Wechsel auf einen .
Siehe auch im Lexikon unter .

Die Wartezeiten

War genügend Knochen vorhanden und eine unkomplizierte Implantation möglich, dann reichen etwa 6–12 Wochen aus, um eine genügende Implantatstabilität für das Tragen von Zahnersatz zu erreichen. Zurzeit wird von Herstellerseite immer mehr versucht, durch optimierte diese Einheilzeiten noch zu verkürzen.
Mit Röntgenbildern und Festigkeitstest (z.B. ) kann man  dann recht gut eine diagnostische Sicherheit bezüglich der Einheilung erhalten und - bei guten Werten- die weiteren Schritte bei der Versorgung mit Zahnersatz angehen.

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Stegversorgung:
sofortige Belastung
gut dokumentiert

 Bei Zahnlosigkeit im Unterkiefer, die mit vier Implantaten und einer versorgt wird, ist unter Umständen sogar eine (und damit direkte prothetischeVersorgung!) möglich, da duch die gemeinsame Verblockung eine für die Einheilung günstige Schienung der Implantate erzielt wird.
Im Bestreben, die Behandlungszeiten immer weiter zu verkürzen, finden bzw. auch mehr und mehr Anwendung bei anderen Implantatindikationen. Bei sehr guter Primärstabilität der Implantate scheinen sie auch bei verblockten Brücken über mehrere Implantate sowie Einzelzahnimplantaten im Frontzahnbereich gut zu funktionieren. Es bleibt dennoch ein erhöhtes Risiko eines Implantatverlusts, das man gut abwägen sollte. Keinesfalls sind sofortbelastete Implantate auch sofort fest eingeheilt. Die tatsächliche dauert hier genau so lange, wie bei unbelasteten Implantaten. Durch die hohe Primärstabilität kann aber eine Festigkeit im Knochen erzielt werden, die ohne Stabilitätsverlust in die sekundäre Stabiliät (durch Einheilung) übergeht.

Im schwachen Knochen oder nach dem Aufbau von Knochen kann die Einheilzeit dagegen 6–9 Monate dauern. In einigen Fällen ist eine Implantation erst möglich, nachdem ein Knochenaufbau durchgeführt wurde (4–9 Monate Einheilzeit des Knochens). Auch haben Implantatdesign und Einfluß auf die Einheilung. Die Tendenz geht erkennbar in Richtung aktive mit Einheilzeiten von nur noch wenigen Wochen.

Die Implantatfreilegung

Nur bei einer müssen die Implantate freigelegt werden, damit ein Abdruck genommen werden kann und die Implantate mit einem Aufbauteil und dem entsprechenden Zahnersatz versorgt werden können.Bei der wird das Zahnfleisch direkt über dem Implantat betäubt und durch einen kleinen Schnitt, mit einer Stanze oder mit einem Laser, eröffnet. In der Regel wird dann die Verschlussschraube durch einen sogenannten Gingivaformer in der Implantatöffnung ersetzt, durch den das Zahnfleisch die richtige Form für die Aufnahme der bilden kann. Dieser Eingriff ist kurz und durch die Betäubung natürlich schmerzfrei, allerdings kann es manchmal in der ersten Tagen zu einem Wundschmerz kommen, insbesondere wenn der Zahnfleischformer Druck ausübt. 

<-zurück      weiter im Thema: der fertige Zahnersatz auf Implantaten ->


Literatur:
Weber, H.P. u. Mönkmeyer, U.R., Implantatprothetische Therapiekonzepte, Quintessenz, Berlin (1999)
Franck Renouard,  Bo Rangert,  Risikofaktoren in der Implantologie. Klinische Diagnostik, Entscheidungsfindung und Therapie,  Quintessenz, Berlin  2006
Esposito M, Grusovin M, Martinis E, Coulthard P, Worthington H.
Methoden zum Ersatz fehlender Zähne: einzeitige gegen zweizeitige Implantateinbringung, Cochrane Database Syst Rev. 2007 Jul 18;(3):CD006698 
Esposito M, Grusovin MG, Willings M, Coulthard P, Worthington HV
Die Auswirkung einer sofortigen, frühen und konventionellen Belastung von Zahnimplantaten. Eine systematische Cochrane-Übersicht randomisierter, kontrollierter, klinischer Studien.. Int J Oral Maxillofac Implants. 2007 Nov-Dec;22(6):893-904
Jokstad,A.,  Osseointegration and Dental Implants, John Wiley & Sons 2009


 

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 24. November 2012 )
 
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Wußten Sie schon, dass...

die eigentliche Implantation typischerweise kaum Schmerzen nach sich zieht, da die geschaffene Knochenwunde ja direkt mit dem gewebefreundlichen Implantat wieder versiegelt wird, quasi wie ein Pflaster? Allerdings sind Knochenentnahmestellen (für einen Knochenaufbau) in der Regel für ein paar Tage durchaus schmerzend. Mehr unter  Nach der Implantation: Schmerzen?
 
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