Abstracts
| Das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz verführt auch zu risikoreicher Goldgräbermentalität |
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Außerordentlich aufschlussreich waren die Fragen, die im Anschluss an
die Informationsveranstaltung der Zahnärztekammer Berlin am 29. Mai
2007 zum Thema „Strukturwandel in der ambulanten Versorgung / Das
Vertragsarztrechtsänderungsgesetz - Chancen und Risiken“ gestellt
wurden. Denn worum es inhaltlich geht, war vielen Zahnärzten zwar nicht
im Detail bekannt, in der großen Linie aber durchaus: Es kommt Bewegung
in die Strukturen der freiberuflichen Berufsausübung. Zusammen mit der
KZV Berlin informierte die Zahnärztekammer in der FU-Zahnklinik über
die bereits in Kraft getretenen und noch ausstehenden gesetzlichen
Änderungen und damit auch über die Änderungen der Rahmenbedingungen für
die Praxen. Kammerpräsident Dr. Wolfgang Schmiedel hatte in seiner
komprimierten Einführung die wichtigsten Grundlagen über das
GKV-Wettbewerbs-Stärkungsgesetz (GKV-WSG) und seine Konsequenzen
aufgezeigt, die Inhalte des „VändG“ und deren Folgen für die Zahnärzte
skizziert und schon mal angedeutet, was mit dem im kommenden Jahr in
Kraft tretenden Versicherungsvertragsgesetz (VVG) geplant ist. In der dem Vortrag folgenden Fragerunde gemeinsam mit Dr. Karl-Georg Pochhammer, Stellvertretender Vorsitzender der KZV Berlin, zeigte sich, dass bei vielen Zahnärzten Hoffnungsschimmer vorhanden sind, die in Berlin vielfach wirtschaftlich prekäre Lage der eigenen Praxis durch neue Zweigpraxen zu verbessern. „Manchmal habe ich das Gefühl, da macht sich eine Goldgräberstimmung breit“, fasste Dr. Schmiedel nach der Veranstaltung den Haupttenor der Fragen zusammen, „aber was wir seitens der Körperschaften gar nicht oft genug tun können, ist zu warnen, dass solche Schritte wirklich gut überlegt sein müssen. Mancher mag verständlicherweise seinen eigenen Vorteil im Auge haben – aber es gibt sowohl individuelle rechtliche Hürden und Risiken als auch solche mit Auswirkungen auf den gesamten Berufsstand: Wir müssen die neuen Chancen sehr gut prüfen, aber auch die Risiken, und gemeinsam verhindern, dass aus unserem Freien Beruf ein gewerblicher wird.“ Viele Fragen, nicht zuletzt von jungen Zahnärztinnen, gab es auch rund um das Thema Anstellung in einer Praxis oder in einem MVZ: Einerseits interessierte, worauf man achten müsse bei den Vereinbarungen – vor allem aber wurde gefragt, was man denn verdienen könne. Dr. Schmiedel: „Es war deprimierend. Viele junge Zahnärzte trauen sich den Schritt in die eigene Praxis nicht mehr zu, sind aber auch demotiviert hinsichtlich einer Angestellten-Situation, wenn sie die zu erwartenden Gehälter hören. An diesem Abend habe ich einige Male Enttäuschung gespürt und erfahren, dass unser erstklassig ausgebildeter Nachwuchs auswandern will, weil in Deutschland keine angemessene berufliche Entfaltung und Entlohnung zu erwarten ist.“ Da tröstete es manchen auch nicht, dass es auch neue Chancen gibt, beispielsweise, sich mit Kollegen aus anderen Fachgebieten zu Berufsausübungs-gemeinschaften bzw. „Überörtlichen Berufsauausübungsgemeinschaften“ zusammen zu schließen, ein Thema, zu dem Dr. Pochhammer viele Einzelfragen gestellt bekam. Die Frage, wie viele Angestellte man haben darf, spielte bei den Teilnehmern der Informationsveranstaltung in Berlin keine große Rolle – reizvoller war es offenbar, neben der Stammpraxis in Berlin einen „weißen Flecken“ im benachbarten Land Brandenburg mit Zahnheilkunde zu füllen: „Unterversorgte Gebiete gibt es in Deutschland eigentlich nicht“, bremste Dr. Pochhammer die Interessenten, „vielleicht aber kann man ein entlegenes Dorf finden, für dessen Bewohner eine neue Praxis eine Verbesserung der Versorgung darstellt.“ Mit Blick auf alle Änderungen im Vertragsarzt- und Versicherungsrecht, ergänzt um jene Aussagen im Koalitionsvertrag, wonach eine Behandlungspflicht für Privatversicherte zu abgesenkten Gebührensätzen vorgeschlagen wird, wird allerdings deutlich, so Dr. Schmiedel, dass ein erheblicher Qualitätsverlust in der Gesundheitsversorgung droht: „Die Folgen der blanken Sparpolitik zeigen sich heute schon im stationären Sektor, viele Mediziner zieht es ins Ausland. Man darf gespannt sein, wie die Politiker reagieren, wenn sich in der nächsten Phase auch die deutschen Patienten zur Behandlung ins Ausland begeben, weil sie in Deutschland mehr schlecht als recht versorgt werden.“ |
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| Letzte Aktualisierung ( Freitag, 20. Juni 2008 ) |
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- Brustimplantatskandal lässt auch über andere Medizinprodukte nachdenken.
- Frauen gehen wesentlich häufiger zur Zahnarzt-Kontrolle
- Es geht beides: Qualität sichern und Patientendaten schützen
- Pflanzenöl oder Mineralöl in Zahnpasta verbessert die Wirkung gegen Karies und Parodontitis
- Initiative Kiefergesundheit: Neue Aufgaben – neues Logo
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zum Implantologie-Forum für Ärzte/ZahnärzteRe:unbekanntes Implantatsystem
06.02.12, 17:50 von Borrmann
Glaube ich auch, 3i mit Goldschraube. Gruss Borrmann
Re:unbekanntes Implantatsystem
06.02.12, 15:14 von dr.baetcher
Könnte Biomed 3i sein?
unbekanntes Implantatsystem
06.02.12, 15:09 von zahnkett
Hallo zusammen! brauche Hilfe bei der Identifikation des Implantatsystem! Über eure Hilfe würde ich mich (weiter...)
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