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Antibiotischer Resistenztest der gesamten implantat-assoziierten Mikroflora und ihrer gereinigten Is
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Isolate

Autor/Quelle:
Karbach J, Callaway A, Willershausen B, Wagner W, Geibel MA, Al-Nawas B.; Department for Oral Surgery, Johannes Gutenberg University Mainz, Mainz, Deutschland
(Eur J Med Res. 2007 Mar 26;12(3):120-8.)

Studienzweck: Das Ziel der vorliegenden Studie war die Untersuchung antibiotikaresistenter Stämme unter den implantat-assoziierten Mikroorganismen in vitro; zunächst als gemischte Kulturen und hernach als reine Isolate nach ihrer Resistenz gegenüber einem von fünf Antibiotika.

Methoden: Mit sterilen Paper-Points wurden pro Patient Proben aus der tiefsten Tasche eines Implantats (n = 24) entnommen, um die gesamte orale Mikro-Flora zu kultivieren. Die Proben wurden auf Agar (Schaedler oder BHI) gestrichen und 7 Tage in anaerober Atmosphäre inkubiert. Alle Kolonien wurden von den Platten gespült und dem Top-Agar wurden Aliquoten hinzugefügt. Die Empfindlichkeit gegenüber Antibiotika (Ampicillin, Ampicillin + Sulbactam, Azithromycin und Penicillin, Moxifloxacin) wurde unter Verwendung des E-Tests bestimmt. Resistente Stämme wurden aufgenommen, gereinigt und charakterisiert und die E-Tests mit einer Auswahl der gereinigten Isolate wiederholt.

Ergebnis: Die Mehrheit der gemischten Kulturen (67 - 100 %) zeigten eine vollständige antibiotische Resistenz. Es konnte keine Assoziation mit klinischen Parametern wie Taschentiefe, Blutungen bei der Untersuchung oder beim Einbringen von Implantaten in transplantiertem Knochen festgestellt werden. Die Faktoren Rauchen und die Implantatoberfläche hatten ebenfalls keinen Einfluss. 23 % der 597 resistenten Kolonien enthielten lediglich Hefen, zumeist isoliert von bestrahlen Tumorpatienten. Bei den 458 resistenten Bakterien waren die Mehrheit grampositive Keime oder Stäbchen. Gelegentlich wurden Staphylokokken und M. mikros entdeckt. Ungeachtet des Antibiotikums war die Resistenz der 138 ausgewählten gereinigten Isolate in den meisten Fällen geringer als bei der gesamten Mikroflora.

Schlussfolgerungen: Die höhere Resistenz der gesamten Flora kann durch synergetische Interaktionen zwischen seinen Mitgliedern erklärt werden.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 8. Februar 2009 )
 

 
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