Abstracts
| Aktuelle Schwerpunkte der Arbeit der Bundeszahnärztekammer |
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Gebührenordnung für Zahnärzte • Am 31. Januar 2007 hat die außerordentliche Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer einstimmig den Entwurf einer „Honorarordnung der Zahnärzte“ (HOZ) verabschiedet, der den Anforderungen an eine wissenschaftlich fundierte und präventionsorientierte Zahnheilkunde gerecht wird und durch eine auf betriebswirtschaftlichen Grundsätzen beruhende Bewertung die Grundlage für eine qualitativ hochstehende Zahnheilkunde schafft. Die Bundesversammlung hat mit der Verabschiedung der Honorarordnung der Zahnärzte dem Vorstand der Bundeszahnärztekammer das Mandat erteilt, den Entwurf als den wissenschaftlich fundierten und betriebswirtschaftlich objektiv ermittelten Vorschlag der Zahnärzteschaft für eine neue Gebührentaxe zu veröffentlichen und zum Inhalt der aktiven politischen Arbeit der Bundeszahnärztekammer zu machen. Die HOZ ist damit der Vorschlag und Maßstab des Berufsstandes bei allen Aktivitäten zur Novellierung der GOZ. • Im Jahre 1997 wurde die "GOZ-Analyse" ins Leben gerufen, mit der - auf Dauer angelegt - Daten zum privatzahnärztlichen Liquidationsverhalten erhoben und ausgewertet werden. Das Bundesministerium für Gesundheit hat angekündigt, die Novellierung der GOZ zukünftig nicht mehr nur in größeren Zeitabständen in Angriff zu nehmen, sondern ein Verfahren der kontinuierlichen Beobachtung und Anpassung installieren zu wollen. Die GOZ-Analyse wird damit eine über die interne Berufspolitik hinausgehende Bedeutung erhalten. Dem trägt die Bundeszahnärztekammer Rechnung durch Stärkung der eigenen Fachkompetenz. Approbationsordnung für Zahnärzte • Die Reform der Approbationsordnung ist seit langem überfällig. Die Bundeszahnärztekammer hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), der Vereinigung der Hochschullehrer der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (VHZMK) und dem Freien Verband der Deutschen Zahnärzte (FVDZ) einen Entwurf einer neuen Approbationsordnung erarbeitet und vorgelegt, der den Bedürfnissen der modernen Zahnheilkunde Rechnung trägt. Auch der medizinische Fakultätentag (MFT) und somit die gesamte medizinische und zahnmedizinische Wissenschaft, die zahnärztlich politischen Gruppierungen sowie die Studentenschaft haben dem Entwurf einhellig zugestimmt. Die BZÄK setzt sich für eine zügige politische Umsetzung der neuen Approbationsordnung ein. Dokumentation • Zur Dokumentation der zahnärztlichen Berufsausübung und des gesundheitspolitischen Umfeldes werden relevante Daten in einem statistischem Jahrbuch zusammengefasst und veröffentlicht. Präventionsorientierte Neubeschreibung der Zahnmedizin • Die Bundeszahnärztekammer hat in mehrjähriger Zusammenarbeit mit der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde eine umfassende Beschreibung einer präventionsorientierten Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde erarbeitet. Diese ist wissenschaftlich fundierte Richtschnur insbesondere bei: - Neuausrichtung hin zu einer ursachengerechten, zahnsubstanzschonenden und präventionsorientierten Versorgung der Patienten zur Erhaltung von mehr Gesundheit und Lebensqualität auf wissenschaftlich abgesicherter Basis - In diesem Sinne grundsätzliche Novellierung der Approbationsordnung - Einfließen der arbeitswissenschaftlichen Bewertungsanalyse der Leistungen einer präventionsorientierten Zahnheilkunde durch das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) in die Gestaltung der Gebührenordnung - Systematik Befundorientierter Festzuschüsse mit Kostenerstattung - Neufassung eines Leistungskatalogs und der Vergütungssysteme/ Gebührenordnung – die Honorarordnung der Zahnärzte(HOZ) Berufsordnung • Der zahnärztliche Beruf ist nach Definition und Selbstverständnis ein freier Beruf und kein Gewerbe • Die Bundeszahnärztekammer gibt mit ihrer Musterberufsordnung eine Empfehlung für eine Anpassung und Modifizierung der Berufsordnungen für die deutschen Zahnärzte ab. Dabei sind die aktuellen Aspekte Rechtssprechung, die Veränderungen des Berufsbildes des Zahnarztes und neue Formen der Berufsausübung zu berücksichtigen. Prophylaxe ein Leben lang – Prävention für alle Altersgruppen • Weitere Umsetzung des Konzeptes der Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention innerhalb der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde • Auswertung der DMS IV hinsichtlich präventionspolitischer Potentiale und Herausforderungen an den Versorgungsalltag • Individual- und Intensivprophylaxe, Kollektivprophylaxe, Gruppenprophylaxe als wichtigste Ansätze zur Verbesserung der Mundgesundheit: - Propagierung kollektivprophylaktischer Maßnahmen, wie z. B. Kochsalzfluoridierung, - Kontinuierliche Fortsetzung der erfolgreichen Präventionsstrategien im Kindes- und Jugendalter, - Stärkung der sozialmedizinischen Kompetenz des Berufsstandes durch besondere Konzentration auf sozio-ökonomische und medizinische Risikogruppen sowie auf Erwachsene, alte Menschen und Menschen mit Behinderungen - Entwicklung von Strategien zur Senkung von Risikofaktoren z.B. Rauchen im Versorgungsalltag - Focus: Alterzahnheilkunde • Verstärkte Aktivitäten zur Prävention, Erkennung, Therapie und Nachsorge bei Parodontalerkrankungen • Focus: Wechselwirkungen zwischen Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und Allgemeinmedizin - verstärkte Interaktionen mit dem ärztlichen Berufsstand • Aktivitäten zur Ernährungslenkung in Zusammenarbeit mit anderen gesundheitspolitischen Aktionen • Erhöhung der Lebensqualität durch Verbesserung der Mundgesundheit über die Optimierung von Professional Health Care und Oral Health Self Care • Unterstützung des Bundes bei der Gesundheitsberichterstattung • Mitarbeit in präventionspolitischen Gremien • Publikationen und Vortragstätigkeit • Fachliche Kooperation mit verschiedenen Partnern zur Verbesserung der Mundgesundheit • Beratung aller wissenschaftlicher und gesundheitspolitischen Gremien zur zahnärztlichen Prävention • Förderung der Versorgungsforschung Patientenrechte/Patientenberatung • Förderung und Koordination der Arbeit der Patientenberatungsstellen unter Einbezug von Zweitmeinungsmodellen der zahnärztlichen Berufsorganisationen unter der Begrifflichkeit der Umfassenden Patientenberatung • Verstärkte Kommunikation der Möglichkeiten der Patientenberatung unter Nutzung der Patientenhotline der BZÄK • Erstellung qualitätsgesicherter Patienteninformationen • Sicherung eines funktionierenden Gutachter- und Schlichtungswesens, Verstärkung der Transparenz im Gutachter- und Schlichtungswesen • Gewinnung von mehr Transparenz durch Kostenerstattung Qualitätsförderung • Entwicklung und Implementation evidenzbasierter Leitlinien in der ZahnMedizin • Beratung bei einrichtungsinternen Qualitätsmanagementsystemen für die Zahnarztpraxis • Einrichtungsübergreifende Qualitätssicherung, Entwicklung von Indikatoren in der ZahnMedizin • Entwicklung eines zahnärztlichen Fehlermanagementsystems • Unterstützung der Qualitätszirkel als Keimzellen kollegialer Qualitätsförderung • Förderung der Fort- und Weiterbildung als wichtiges Element der Qualitätsförderung • Förderung der Umsetzung des modularen Systems der zahnärztlichen Fort- und Weiterbildung. Dabei sind auch die Entwicklungen zu den Masterstudiengängen und den curriculären Fortbildungen mit einzubeziehen. • Überarbeitung der Weiterbildungsordnung als höchste Stufe der postgradualen Qualifizierung unter Berücksichtigung der wissenschaftlichen Entwicklungen, des Systems der präventionsorientierten Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und der Anforderungen an den Versorgungsalltag bzw. Versorgungsbedarf • Unterstützung der Absolventen bei der Integration im Berufsalltag, die Neuauflage der Broschüre „Schritte in das zahnärztliche Berufsleben“ dient als Grundlage für die Entwicklung von Curricula der Berufskundevorlesung an den Hochschulen. • Unterstützung und Bearbeitung von Fragen zu Arzneimitteln und Medizinprodukten sowie spezieller Themenkomplexe der Zahnärztlichen Berufsausübung durch Informationen der Kollegenschaft und Bearbeitung in den jeweiligen Ausschüssen • Praxisbegehungen: Hilfestellung und Aufklärung • Erstellung von Arbeitshilfen im Umgang mit der Empfehlung des Robert Koch Instituts zur „Infektionsprävention in der Zahnheilkunde – Anforderungen an die Hygiene“ und Arbeitshilfen für den (Muster-) Hygieneplan BZÄK/ DAHZ 2006 • Interessenvertretung für die Bundeszahnärztekammer in den Bereichen Normung und Bürokratieabbau Zahnärztliche MitarbeiterInnen • Berufsbildung und Jugendpolitik: Förderung qualifizierten Fachkräftenachwuchses im Assistenzbereich und damit Gewährleistung der gesellschaftlichen Teilhabe junger Menschen • Statistische Erfassung der Ausbildungszahlen der Zahnmedizinischen Fachangestellten • Weiterentwicklung der Ausbildungs- und Musterfortbildungsordnungen für die Praxisassistenz unter Nutzung des novellierten Delegationsrahmens • Beratung bei der Neukonzeption der Berufsbildungsstatistik • Aktive Begleitung europäischer Entwicklungen, wie Europäischer Qualifikationsrahmen (EQF) Europa • Interessenvertretung für die Bundeszahnärztekammer und den europäischen Dachverband nationaler zahnärztlicher Organisationen (CED) bei den EU-Institutionen; Vermittlung der Position der zahnärztlichen Profession insbesondere im Hinblick auf: - Den Entwurf einer EU-Richtlinie über Gesundheitsdienstleistungen und den nachfolgenden Gesetzgebungsprozess - Die Umsetzung der Richtlinie über die Anerkennung von Berufsqualifikationen - Den Erhalt der einstufigen zahnmedizinischen Ausbildung in der EU - Die Begleitung und Förderung von EU-Initiativen im „public health“- Bereich (allgemeine Gesundheitsstrategie, Tabak). Focus: Prävention, Erhöhung der Lebensqualität durch Verbesserung der Mundgesundheit; Wechselwirkungen zwischen Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und der Allgemeinmedizin - Die Gesetzgebung wie auch nicht-legislative Initiativen, die die zahnärztliche Praxis betreffen (Medizinprodukte, Verwendung von Amalgam und Bleachingprodukten) • Beratung der Kommission und des Europäischen Parlaments zu wissenschaftlichen und gesundheitspolitischen Fragen Seite 8 von 8 • Mitarbeit in europäischen Gremien (European Health Policy Forum, European Public Health Alliance, Expertengruppe der Kommission über Medizinprodukte, Expertengruppe zur Patientensicherheit u.a.) • Mitarbeit in den Arbeitsgruppen des CED (Task Forces „Binnenmarkt“ und „Ethical Code“; AGs „Education“, „Medical devices“, „Amalgam“ und „Patient safety“) • Fachliche Kooperation mit den Brüsseler Repräsentanten deutscher und europäischer Verbände der Heilberufe zur Bewertung der Auswirkungen der EU-Gesetzgebung und – Rechtsprechung auf Gesundheitsdienstleistungen • Fachliche Kooperation der Brüsseler Repräsentanten deutscher und europäischer Organisationen Freier Berufe • Öffentlichkeitsarbeit – Schwerpunkt: Veranstaltung einer politischen Debatte zur neuen Gesundheitsrichtlinie unter Schirmherrschaft eines Europaabgeordneten und mit Vertretern der Kommission und des Rates im Januar 2008 (eine Initiative des Brüsseler Büros in seiner Eigenschaft als Stabsstelle des CED in Zusammenarbeit mit dem europäischen ärztlichen Dachverband, Standing Committee of European Doctors) Erwartungen an die Politik • Grundlegende und zukunftsorientierte Gesundheitsreform auf wissenschaftlich abgesicherter Grundlage • Schaffung einer soliden Finanzierungsgrundlage einer zukünftigen Krankenversicherung, die die demographischen Veränderungen, sozialen Aspekte, den medizinischtechnischen Fortschritt und einen fairen Wettbewerb der Kostenträger berücksichtigt sowie das Beitragsaufkommen vom Faktor Arbeit perspektivisch entkoppelt • Einführung eines sozial gerechten Systems befundabhängiger Festzuschüsse für die gesamte Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde • Erleichterung des Zugangs zur Kostenerstattung anstelle des Sachleistungsprinzips • Garantie der freien Arztwahl anstelle von Einkaufsmodellen • Eintreten für die Freiberuflichkeit und damit für eine unabhängige, eigenverantwortliche und nicht gewerbliche zahnärztliche Versorgung als Voraussetzung für ein freiheitliches Gesundheitswesen • Erhalt der freiberuflichen Selbstverwaltung • Entbürokratisierung, mehr Transparenz und mehr Menschlichkeit im Gesundheitswesen |
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| Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 24. Juni 2008 ) |
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- Brustimplantatskandal lässt auch über andere Medizinprodukte nachdenken.
- Frauen gehen wesentlich häufiger zur Zahnarzt-Kontrolle
- Es geht beides: Qualität sichern und Patientendaten schützen
- Pflanzenöl oder Mineralöl in Zahnpasta verbessert die Wirkung gegen Karies und Parodontitis
- Initiative Kiefergesundheit: Neue Aufgaben – neues Logo
ÄrzteForum
zum Implantologie-Forum für Ärzte/ZahnärzteRe:unbekanntes Implantatsystem
06.02.12, 17:50 von Borrmann
Glaube ich auch, 3i mit Goldschraube. Gruss Borrmann
Re:unbekanntes Implantatsystem
06.02.12, 15:14 von dr.baetcher
Könnte Biomed 3i sein?
unbekanntes Implantatsystem
06.02.12, 15:09 von zahnkett
Hallo zusammen! brauche Hilfe bei der Identifikation des Implantatsystem! Über eure Hilfe würde ich mich (weiter...)
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