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1. Jahreskongress der DGOI in München: Programm und Atmosphäre allseits gelobt
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Die DGOI veranstaltete vom 18. bis 20. November 2004 ihren 1. Internationalen Jahreskongress unter dem Motto "Teamwork in der Oralen Implantologie" im Arabella Sheraton Grand Hotel München. Die Resonanz hat alle Erwartungen übertroffen: mehr als 500 Teilnehmer, die mit dem herausragenden Kongressprogramm, der perfekten Organisation und der angenehmen Tagungsatmosphäre überaus zufrieden waren. Die DGOI hat damit ihre erste große Bewährungsprobe glänzend bestanden, wie die Sponsoren und Aussteller ebenfalls bestätigt haben und blickt - auch angesichts zahlreicher Neumitglieder, die in München gewonnen werden konnten - in eine vielversprechende Zukunft. "Es gibt eine Zeit vor München und eine Zeit nach München", brachte es DGOI-Vizepräsident Prof. Dr. Dr. Joachim Zöller auf den Punkt.
Bereits zur Eröffnung am Donnerstagnachmittag war das Mainpodium voll besetzt, was für einen dreitägigen Kongress ungewöhnlich ist. Entsprechend dem „Teamwork“-Motto des Kongresses eröffneten DGOI-Präsident Dr. Ady Palti und seine beiden Vizepräsidenten Prof. Dr. Dr. Joachim Zöller und Dr. Georg Bayer den 1. Internationalen Jahreskongress der DGOI gemeinsam. Sie erinnerten an die Gründung der DGOI vor erst acht Monaten. In dieser kurzen Zeit konnte die Gesellschaft nicht nur 900 Mitglieder, darunter 600 aus Deutschland, von ihren Zielen und Visionen überzeugen, sondern auch einen Kongress mit international herausragender Besetzung auf die Beine stellen.
Die Vorstandsmitglieder begrüßten besonders den Präsidenten des Weltverbandes ICOI, Prof. Dr. Arun Garg, und den Vizepräsidenten der Bayerischen Landeszahnärztekammer, Dr. Christian Berger. In seinem Grußwort unterstrich Dr. Berger die Bedeutung qualifizierter Weiterbildungsangebote und würdigte das hohe Niveau des Kongressprogrammes. In dem Bestreben, den Zahnärzten durch Tagungen und Kursreihen eine optimale Weiterbildung im Interesse ihrer Patienten zu ermöglichen, bieten sich den Kammern und Fachgesellschaften zahlreiche Ansätze für eine Kooperation – bei aller bestehenden Konkurrenz im Weiterbildungssektor.
Zu Beginn des internationalen Kongresses am Freitagvormittag begrüßte der Präsident des ICOI, Prof. Dr. Arun Garg, die zahlreichen Teilnehmer. „Die DGOI und den ICOI verbinden zwei große Ziele: den Zahnärzten und ihrem Team eine optimale Weiterbildung zu bieten sowie die kollegiale Freundschaft zu pflegen“, sagte er. München biete hierzu mit seinem herausragenden Programm und den internationalen Teilnehmern eine sehr gute Gelegenheit. Der ICOI-Präsident begrüßte auch die Vertreter zahlreicher Partnergesellschaften aus Frankreich, Italien, Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Israel oder Ägypten.

Ästhetik im Fokus der Implantologie
Der Satz: „Die Implantologie ist eine prothetische Disziplin mit einer chirurgischen Komponente“ war in München mehrfach zu hören. Er unterstreicht, dass die Ästhetik und die Funktionalität und damit die optimale Versorgung und Lebensqualität des Patienten immer stärker im Mittelpunkt stehen. Die Chirurgie mit ihren umfassenden Möglichkeiten, etwa bei der Knochenaugmentation, ordnet sich diesem zentralen Ziel unter. So betonte etwa Dr. Morton Perel, Herausgeber der Fachzeitschrift „Implant Dentistry“ (USA), dass die prothetische Planung vor jeder chirurgischen Maßnahme erfolgen muss. Die Notwendigkeit eines umfassenden Rehabilitationskonzeptes anstatt einer isolierten implantologischen Betrachtung unterstrich Dr. Axel Kirsch (Filderstadt) anhand eindrucksvoller Fallbeispiele. Brilliante Bilder zeigte auch Prof. Dr. Nitzan Bichacho, Past President der European Academy of Esthetic Dentistry (EAED), der über Weichgewebeintegration als wesentlichem Bestandteil der ästhetischen Implantologie referierte. „Der ultimative Test einer jeden Versorgung ist die langfristige Gesundheit des umgebenden Weichgewebes“, so seine Kernaussage. Dass auch führende Zahntechniker im Podium Prothetik referierten, unterstreicht den Teamansatz der Implantologie. Ulrich Werder und Jürgen Mehrhof setzten mit ihren Vorträgen einen bemerkenswerten Schlusspunkt, indem sie zeigten, wie das Ziel - das natürlich wirkende Aussehen des Patienten – durch den Einsatz modernster Technologien erreicht werden kann. Den Teamansatz erläuterte aus Sicht des Zahntechnikers Klaus Ernst (Stuttgart) und aus Sicht des Prothetikers Prof. Dr. Zhimon Jacobson (USA).

Das breite Spektrum der modernen Zahntechnik wurde auch im Podium für Zahntechniker sichtbar. Bei diesen Vorträgen am Freitag standen vor allem Fragen der 3D-Implantatplanung im Mittelpunkt. Die Meisterklasse der Zahntechnikerschule München nahm auf Einladung des Vorstandes der DGOI an dem Programm teil.

Die Brücke zwischen Chirurgie und Prothetik schlug Dr. Dr. Peter Ehrl mit seinem Vortrag zum Thema: „Augmentationen – Was kann die Chirurgie dem Prothetiker bieten?“. Zahlreiche international bekannte Referenten befassten sich mit komplexen augmentativen Verfahren, so Prof. Dr. Dr. Rolf Ewers/Dr. Harald Fahrenholz (A) und Dr. Devorah Schwartz-Arad (Israel) zur Thematik der Transplantation autogenen Knochens, Prof. Dr. Hom-Lay Wang von der Universität Michigan über die Sandwich-Technik oder Prof. Dr. Robert Horowith, USA, der unterschiedliche Verfahren des Knochenaufbaus vorstellte. Bei stark atrophiertem Kiefer bietet sich Distraktionsosteogenese an. Hierzu stellte Dr. Dr. Matthias Peuten (Karlsruhe) aktuelle Lösungen vor. Prof. Dr. Arun Garg (USA) referierte über PRP als Methode zur Anregung des Knochenwachstums und Erhöhung der Knochendichte. Wiederum die Ästhetik stellten Dr. Marius Steigmann (Neckargemünd) und Dr. Abdelsalam Askary (Ägypten) bei ihren Vorträgen zum Weichgewebsmanagement und des sensiblen Bereiches der interimplantären Papille in den Mittelpunkt.
Weitere Schwerpunktthemen des Kongresses waren die Sofortimplantation nach Extraktion zum Erhalt des Alveolarkamms sowie wie die Sofortversorgung bzw. –belastung von Implantaten. Prof. Dr. Georg-H. Nentwig (Frankfurt a.M.) nannte anhand verschiedener Phasen der Knochenheilung Kriterien für die frühe Belastung von Implantaten, Dr. Fred Bergmann (Viernheim) sprach über dynamische Osseointegration und temporäre Frühbelastung, Dr. Paolo Trisi (Italien) und Dr. Jack Krauser (USA) erläuterten Faktoren für das richtige Timing bei der Sofortbelastung, während Dr. Dr. Dieter Haessler (Oppenheim) Fälle einer idealen temporären Restauration nach Sofortimplantation vorstellte. Über Sofortversorgung aus prothetischer Sicht sprach Dr. Zeev Ormianer (Israel)Dr. Dr. Knut Schuppan (Köln) referierte unter den Aspekten von Ästhetik und Tragekomfort ebenfalls über prothetische Sofortversorgungen.
Risikominimierung durch computergestützte Implantatplanung und –insertion war das Thema von Prof. Dr. Gabor Tepper/Prof. Dr. Werner Zechner (A), während Dr. Robert Miller (USA) sowie Dr. Jörg Neugebauer/Dr. Viktor Karapetian (Köln) den Einsatz von Lasern in der Chirurgie bzw. der Peri-Implantitis-Therapie erläuterte. Ganz zu Beginn des Kongresses aber sprach Dr. Georg Bayer (Landsberg) über einen Aspekt, der bei aller chirurgischen und prothetischen Kompetenz in vielen Zahnarztpraxen häufig noch unterschätzt wird: „Wie können wir unsere Patienten für die Implantologie motivieren?“

Junge Implantologen und „Start up“-Programm
Die „Jungen Implantologen“ waren mit einem eigenen Podium in München vertreten. Unter Leitung von Dr. Marius Steigmann stellten die Referenten aktuelle Fälle aus der Praxis vor. Sehr gut besucht war auch das parallele internationale Podium, in dem neben deutschen auch internationale Referenten der Partnerländer sprachen. Beide Podien zeigten, wie intensiv sich gerade junge Implantologen mit den aktuellen Forschungsergebnissen auseinandersetzen und bei ihren Präsentationen zudem modernste Technik einsetzen.
An Einsteiger in die Implantologie und an Studenten, für welche die Teilnahme kostenlos war, richtete sich das „Start up“-Podium mit Referenten des sehr erfolgreichen Curriculum Implantologie „8+1“ der DGOI. Hier wurden mit Vorträgen und Workshops die Grundlagen der Implantologie, aber auch der so wichtigen Fragen des Praxisrecht und –marketing vermittelt. Neben zahlreichen neuen Mitgliedern gab es in München auch Anmeldungen zum Curriculum „8+1“, so dass die DGOI bereits die vierte Kursreihe innerhalb eines Jahres plant.
Das zweitägige Podium für die implantologische Assistenz leitete Dr. Achim Wöhrle (Knittlingen). Perfekte Praxisorganisation, Patientenberatung, Abrechnung und präventivhygienische Betreuung der Implantatpatienten lauteten die Themen dieses ebenfalls gut besuchten Podiums.

Verleihung von Diplomate- und Fellowship-Zertifikaten des ICOI sowie der neuen Urkunden „Geprüfter Experte der Implantologie (DGOI)“
Die vom ICOI anerkannte Prüfungskommission nahm im Rahmen des Kongresses allein 20 „Diplomate“-Prüfungen ab. Die Kommission zeigte sich beeindruckt von der durchweg hohen Qualität der präsentierten Fälle und dem Behandlungsstandard der überwiegend jungen Kolleginnen und Kollegen.
Ebenso wie die Fellowship-Zertifikate nach erfolgreichen Falldokumentationen wurden die „Diplomate“-Urkunden an die Absolventen der Prüfung unter Anwesenheit der ICOI-Vertreter Prof. Dr. Arun Garg und Dr. Jack Krauser im Mainpodium überreicht.
Eine Premiere war die Verleihung der neu geschaffenen Urkunden „Geprüfter Experte der Implantologie“ der DGOI. Diese Auszeichnung erhielten alle zertifizierten Implantologen unter den DGOI-Mitgliedern, die bereits früher eine Prüfung abgelegt hatten sowie die Absolventen der Diplomate-Prüfung in München selbst. Die Geprüften Experten der DGOI werden bei Patientenanfragen sowie im Internet genannt.
Um diese Urkunden nach erfolgreicher Prüfung ebenfalls zu erhalten, sind vier berühmte Implantologen aus Frankreich nach München gekommen: Prof. Dr. Patrick Missika, Dr. Gérard Scortecci, Dr Michel Carrubba und Dr. Philippe Russe. Mit ihnen hat die DGOI eine Kooperation vereinbart.

Ein unvergessliches Erlebnis: Galadinner in der Flugwerft Schleißheim/ Dr. Axel Kirsch und Dr. Dr. Michael Wörle zu Ehrenmitglieder der DGOI ernannt
Über 250 Gäste kamen zum Galadinner in der Flugwerft Schleißheim des Deutschen Museums und erlebten einen unvergesslichen Abend. Umrahmt von historischen Flugzeugen und Hubschraubern, bei Jazzmusik und erlesenem Buffet gab es reichlich Gelegenheit zu entspannten Gesprächen im Kollegen- und Freundeskreis. Auch hier zeigte sich die hervorragende Stimmung während des gesamten Kongresses.
Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der DGOI an Dr. Axel Kirsch (Filderstadt) und Dr. Dr. Michael Wörle (Karlsruhe). Der Vorstand der DGOI ehrte damit zwei Persönlichkeiten, die sich über Jahrzehnte hinweg um die Implantologie in Forschung und Praxis überaus verdient gemacht haben. Beide haben, so Dr. Palti und Prof. Dr. Dr. Joachim Zöller in ihrer Laudatio, durch ihre Tätigkeit und ihr persönliches Engagement der Implantologie in Deutschland und auch international zur Anerkennung verholfen. Unter großem Beifall der Gäste nahmen Dr. Kirsch und Dr. Wörle die Ehrenurkunden entgegen.

Zufriedene Sponsoren und Aussteller
Am Ende des 1. Internationalen Jahreskongresses zeigten sich die Sponsoren und die meisten der rund 50 Aussteller mit der Resonanz an ihren Ständen sehr zufrieden. Dies zeigte sich bei der Abschlussbesprechung mit dem Vorstand ebenso wie in der Umfrage unter den Ausstellern, die zur weiteren Optimierung bei den künftigen Tagungen und Kongressen beitragen sollen.
Glückwünsche zu dem erfolgreichen Start in München kamen von den Sponsoren. So freute sich der Geschäftsführer von Dentsply Friadent, Dr. Werner Groll, über die große Teilnehmerzahl und den sehr guten Verlauf des 1. Jahreskongresses ebenso wie auf die künftige Zusammenarbeit. Dr. Michael Sachs, Geschäftsführer von Nobel Biocare Deutschland, zeigte sich von dem hohen Niveau des Programmes und der national wie international großen Resonanz beeindruckt. Er freute sich zudem über den großen Anklang, den das von Nobel Biocare gesponserte Galadinner gefunden hat. „Alle Erwartungen weit übertroffen“ hat der Kongress schließlich für Werner Grotz, den Geschäftsführer von Zimmer Dental Deutschland. Er hob die perfekte Organisation, das wissenschaftliche Programm und die große Kollegialität hervor. In München seien Maßstäbe gesetzt worden, so Grotz. Positiv äußerten sich auch die Vertreter der weiteren Sponsoren Trinon, Camlog, curasan und Stoma. Von Referenten aus dem In- und Ausland und von Teilnehmern erhielt die DGOI zahlreiche Dankschreiben.

Mit einem Abschlussessen bedankte sich der Vorstand der DGOI bei allen, die zu dem großen Erfolg des 1. Internationalen Jahreskongresses beigetragen haben: die Referenten, Aussteller und Sponsoren, das DGOI-Team in Kraichtal um Generalsekretär Karl-Heinz Glaser, das Dolmetscher-Team um Veronika Rehers-Bender und nicht zuletzt den über 500 Teilnehmern. Es habe sich bewährt, dass die DGOI selbst einen Großteil der organisatorischen Arbeit übernommen hat, dabei kompetent unterstützt von der Agentur KAD.

Zeit zum Ausruhen gibt es für die DGOI nach München nicht. Das Jahr 2005 wird mit der Intensivierung der Studiengruppenarbeit und Patientenveranstaltungen zusätzliche Aktivitäten bringen. Außerdem, so gab Präsident Dr. Ady Palti im Rahmen der Pressekonferenz bekannt, soll zu Beginn des nächsten Jahres auch die neue Mitgliederzeitschrift erscheinen.


DGOI • Bruchsaler Straße 8 • 76703 Kraichtal • Tel. 07251-61 89 96-0
Fax 07251-61 89 96-26 • E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können • Web: www.dgoi.info
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 24. Juni 2008 )
 

 
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Re:Zweiteingriff nach fehlgeschlagenem Sinuslift?
09.05.12, 09:46 von Borrmann
Ich würde jetzt auf Nummer "sicher" gehen. Als aller erstes AUFKLÄREN und DOKUMENTIEREN!! 1. Impl  (weiter...)

Zweiteingriff nach fehlgeschlagenem Sinuslift?
08.05.12, 18:45 von ubauer
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, Anfang März berichtete ich von einer Impl.-Lockerung nach ext.  (weiter...)

Re:Implantatsystem unbekannt -> Türkei
27.04.12, 15:55 von ZA Albrecht
Moin. Ohne unfreundlich klingen zu wollen - das wusste ich auch schon. Vielleicht frage ich  (weiter...)

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